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GK029 | Heikes Werkstatt [Transkript]

Silberschmuck selber kneten

2020, Graukaue
Knappschuss
https://graukaue.eu/gk029/

Heike Tölle ist meine Nachbarin in der Lohnhalle des CreativQuartiers Fürst Leopold in Dorsten. Sie betreibt hier eine Werkstatt, in der sie u. a. Schmuckunikate aus Art Clay Silber (Knete) herstellt. Außerdem bietet sie verschiedene Workshops und Kindergeburtstage an, bei denen ihre Kundinnen selber Schmuckstücke entwerfen und anfertigen können.

Intro

https://graukaue.eu/gk029/#kapitel1

Heike Tölle:
[0:00] Ein Anhänger muss nicht so viel aushalten wie ein Ring, den rollt man dünner aus. Also du kriegst im Prinzip aus den zehn Gramm mehr Fläche als beim beim Ring, weil der Ring dicker ausgerollt werden.

Micha:
[0:14] Und der Anhänger ist da nur so, weil sie nicht zwei Milli.

Heike Tölle:
[0:15] Ja, aber ich sage mal an das Teil, also unter fünfzig Gramm.

Micha:
[0:21] Anhänger. Fünfzig Gramm.

Heike Tölle:
[0:24] Wirkt das ja gar nicht.

Micha:
[0:27] Ich hab halt keine Ketten, also ist das Einzige, was ich gefunden hab.

Heike Tölle:
[0:30] Also da muss schon ordentlicher, ich habe aktuell neu eine Form von einem Skal. Ich empfehle den Skal da dran.

Micha:
[0:39] Totenkopf. Ja, das ist nicht so mein Mädchen.

Heike Tölle:
[0:42] Aber passt zu der Kette.

Micha:
[0:44] Da kommen wir nicht ins Geschäft. Aber.

Heike Tölle:
[0:46] Kannst du auch ein Bienchen haben?

Soundboard

Begrüßung

https://graukaue.eu/gk029/#kapitel2

Micha:
[1:21] Glück auf, willkommen in der Graukaue, mein Name ist Michael Holtkamp und dies ist Knappschuss. Episode GK neunundzwanzig,
Ich bin jetzt inzwischen schon seit einem guten halben Jahr hier im Kreativquartier fürs Leopold ansässig,
Also auf dem ehemaligen Bergwerk fürs Leopold in Herbis Dorsten,
Und natürlich bin ich hier nicht alleine, sondern es gibt noch einige andere Leute, die sich hier rumtreiben. Zum Beispiel im Büro, direkt neben mir, hier oben in der Lohnhalle befindet sich Heikes Werkstatt,
und Heike hat mir mal erklärt, was genau sie,
so treibt, um das kurz zusammenzufassen. Sie stellt Silberschmuck her und bietet Workshops an für Leute, die wiederum ihren eigenen Silberschmuck herstellen möchten. Also.

Soundboard

Micha:
[2:13] Heike Tölle und meine Wenigkeit.

Hauptteil

https://graukaue.eu/gk029/#kapitel3

Heike Tölle:
[2:37] Weißt du, was mich viele fragen in den Workshops? Ja. Da fragen mich total viele, wie ist das denn gekommen,
Wie bist denn dazu gekommen? Wie bist du überhaupt dadrauf gekommen? Weil das Material ja so äh merkwürdig ist. Das ist ja jetzt kein normales Silber, mit dem ich arbeite. Das ist ja,
Und da fragen mich immer ganz viele, wie bist denn dazu gekommen.

Micha:
[2:59] Zu dem Material.

Heike Tölle:
[3:01] Überhaupt insgesamt zu der ganzen Schmuckshose.

Micha:
[3:04] Ja? Und dann antwortest du was.

Heike Tölle:
[3:05] Ja dann antworte ich äh dass ich äh vor Jahren mal äh mit einer Freundin haben wir immer so Ketten gemacht ähm und sind über die Kunstmärkte gezogen,
also so bei uns in der Gegend Bielefeld rum. Und ähm.

Micha:
[3:23] Du kommst aus Detmold, ne.

Heike Tölle:
[3:24] Und äh sie ist immer der Typ, klassische Perlenkette geblieben,
und ich habe immer gesagt, wir müssen was anderes machen und zwar immer,
Auf der Yacht, ja? Nach irgendwas, was total crazy war und was endete immer darin, dass meine Freundin, wenn ich ihr das gezeigt habe, gesagt habe, du spinnst doch, das kauft keiner.

Micha:
[3:46] Also Perlenkette heißt, wie du vielleicht vermuten würdest, habe ich von Schmuck so ziemlich gar keine Ahnung, ne? Also Perlenkette heißt, du hast irgendeine dünne Schnur.

Heike Tölle:
[3:56] Genau, ein Draht war das.

Micha:
[3:59] Okay. Ähm dünner Draht und dann kaufst du so und so viele Perlen und reißt die darauf auf.

Heike Tölle:
[4:04] Und machst daraus ein tolles Design. Genau,
Ne, kannst dazwischen irgendwelche silbernen Anhänger machen oder irgendwas, ne? Oder machst ganz schlicht oder hast interessante Steine oder wie auch immer,
und mir war das irgendwann halt nicht mehr genug, weil ich gedacht habe, da muss mal was ein bisschen was Ausgeflippteres her. Ne?

Micha:
[4:27] Die Perlen kannst du nur kaufen oder kannst du die Perlen auch oder was auch immer du auf der Perlenket.

Heike Tölle:
[4:32] Haben wir, die haben wir überall zusammengekauft.

Micha:
[4:35] Aber du kannst die nicht selber gestalten, nicht so wirklich. Du sammelst die und reiß die auf.

Heike Tölle:
[4:38] Nein. Du sammelst die und. Nein, das sind ja sind ja Natursteinperlen gewesen. Also es waren jetzt keine äh Plastikperlen oder so, das war wirklich äh war so Halbedelsteine waren das.

Micha:
[4:49] Sind Perlen sind das die Sachen aus den Austern.

Heike Tölle:
[4:54] Nee, auch, auch, auch, auch, auch, aber als Perle äh bezahlt, das ist einfach die Form,
ist Perle, es gibt eine Holzperle, es gibt eine Edelsteinperle, es gibt die klassische Perle aus dem Meer. Ähm aber Perle bezeichnet nur die Form.

Micha:
[5:10] Okay. Also eine kleine Kugel, wo ein Loch durchgebohrt wird für den Draht. Genau. Okay. Na gut.

Heike Tölle:
[5:13] Mit dem Loch. Genau. Genau.

Micha:
[5:18] Ja gut, das ist ziemlich einfach. Also verstehe ich, dass du dann was anderes ausprobieren wolltest.

Heike Tölle:
[5:23] Genau und dann habe ich ähm habe ich angefangen und habe ähm so Kuchen für die Puppenstuhl, also so ganz kleine Kuchen oder Torten oder irgendwas gekauft,
und hab die auf Ringe gemacht,
Und meine Freundin, du bist verrückt, ja. Aber es gab dann einen Hype. Alle haben diese äh Ringe gekauft.

Micha:
[5:51] Okay, also keine tatsächlichen Lebensmittel, sondern nur so kleine Attrappen fürs Puppenhaus.

Heike Tölle:
[5:53] Nein, aus genau, genau. Ne? Und die, die waren dann, dann hattest du einen Ring auf, auf dem ein Google-Lupf zum Beispiel, aber sehr äh lebensecht nachgemacht,
und ähm als nächstes bin ich hergegangen und habe in in so ähm Anhänger, in so Kettenanhänger, so waren die waren wie ein Rahmen,
hab ich Eisenbahnfiguren eingeklebt und zwar gibt es total schöne Eisenbahnfiguren, die richtig eine Mimik haben. Ähm,
und so ganz normale Alltagssituationen nachgestellt.

Micha:
[6:33] Von der Größe her ist das so wie Merclean H null diese.

Heike Tölle:
[6:36] Genau, H null, eins zu sieben achtzig. So. Der Maßstab. Und äh ja, dann dann ganz.

Micha:
[6:42] Okay, das heißt jemand einer der eine ein Meter vierundsiebzig große Person wäre zwei Zentimeter groß. Genau. Als Eisenbahnfigur.

Heike Tölle:
[6:51] Genau. Und dann äh gab’s da ein Pärchen, die fuhren auf einer Harley oder so und das war dann alles wie wie in einem Kettenanhänger,
und ähm ja, meine Freundin wie gehabt, du bist bekloppt.

Micha:
[7:09] Na ja, du trägst nicht wie eine kleine Demo am Hals, ne? Eine kleine Parade oder so.

Heike Tölle:
[7:13] Ja. Nee, waren dann einfach auch mal nur eine Joggerin oder ein ein Brautpaar oder äh,
einer, der hatte vorne und hinten so ein, so ein Pappding, als wenn er auf einer Demo ist und da stand einfach nur drauf, finde ich gut.
Ähm oder ja die verschiedensten Situationen konntest du danach stellen und ähm.

Micha:
[7:37] Aber die Figuren kommen dann woher die kommen tatsächlich von Merkel.

Heike Tölle:
[7:40] Kommt tatsächlich von vorm Modellbau,
Und da gab’s eine Firma, die haben ähm kostete so eine Figur, also diese Motorradfahrer, die haben zum Beispiel zehn Euro gekostet
richtig viel Geld, aber die waren total detailgetreu. Also das war nicht einfach das Gesicht, hast ja manchmal, das ist nur wie so eine Masse ist. Die hatten tatsächlich Mimik.

Micha:
[8:04] Bei zwei Zentimeter großen Figuren muss man da erstmal hinbekommen,
Es gab in der Ursulastraße gab’s mal so einen Eisenbahn oder so einen Modellbauladen. Ich glaube, der ist seit langem schon raus. Das war vielleicht noch vor deiner Zeit in Dorsten. Äh da hast du die wahrscheinlich nicht gerne.

Heike Tölle:
[8:20] Nee, aus dem Internet von so einem Modellbaudings,
Ja und es waren auch immer nur Einzelfiguren, also es war nie irgendwie so ein, so ein Pack, ähm da gab’s eine Firma, die macht ein extra diese Einzelfiguren. Da gibt’s auch die, die gibt’s ja immer noch. Ähm gibt’s zum Beispiel auch Angela Merkel. Denkst du tatsächlich, es ist Angela Merkel,
Klassisch im Blazer, der Gesichtsausdruck passt, ja? Ich glaube, die hat sogar die Hände zur Raute. Denkst du wirklich, das ist Angela Merkel in eins zu sieben macht.

Micha:
[8:51] Sollte man sich jetzt kaufen, weil nächstes Jahr wird die wahrscheinlich aus dem Sortiment genommen,
steigt der Sammlerwert.

Heike Tölle:
[8:59] Naja, jedenfalls ähm habe ich dann das gemacht, was dann zur Folge hatte, auf den Kunst,
das ist nicht nur die Muttis um unseren Stand standen, sondern auch alle Eisenbahnfans. Also auf einmal waren unheimlich viele Männer da und räugten in die Vitrine, auf die wunderbar schönen Figuren
Ähm diese sich wahrscheinlich für ihre Eisenbahn zuhause so nicht kaufen würden. Da gibt’s ja nicht für so eine kleine Figur,
Gibst du ja nicht zehn Euro aus. Wenn du jetzt so ein riesen Dinger hast, machst du ja nicht. Ja. Dann muss schon richtiger Freak sein.

Micha:
[9:33] Also ich habe das nie, als ich noch klein war, da kam mein Vater irgendwann an und hatte so eine alte ähm ja, wie heißen die denn da so eine Eisenbahn,
Platte, so eine Art Gebirgslandschaft mit einem See, das ist einfach so ein wie so ein Plastikmaterial, das hat er vom Sperrmüll,
mitgenommen. Impfwort hat das Ding gefunden. Dann hat er halt angeschleppt. Da war nix mehr drauf, keine Bäume, gar nichts. Das war ziemlich ramponiert,
Gleise natürlich auch nicht. Und dann hatte ich nur mal, ich weiß nicht, wie alt ich war, da war ich ziemlich jung, da hatte ich nochmal so eine kurze Phase, wo ich dann versucht habe, da so eine,
na ja, eine Eisenbahn drauf fahren zu lassen und dann waren wir immer hier in der Stadt, da ist immer noch eine Sankt Agata Kirche,
Da ist immer noch so ein Spielwarenladen, da war vorher ein anderer drin, aber auch so Spielwarenkram und die hatten hinten so ganz viel von dem Merkelin Zeug,
und das ist unheimlich teuer, also nicht nur die Gleise und die Züge und so.

Heike Tölle:
[10:28] Ne, die Häuschen alles.

Micha:
[10:29] Genau, da musst du die noch selber basteln und zusammenkleben und so, aber selbst diese diese Bäume und so da kann man echt äh da kann man echt Geld lassen.

Heike Tölle:
[10:39] Richtig Geld, ja? Und dann stehen trotzdem Leute da auf dem Kunstmarkt. Du hast ja jetzt noch eine Kette dranhängen, ja? Ein Kettenanhänger. Äh die die sind Rahmen und sagen W fünfundzwanzig Euro,
Ja, na gut, die Figur kostet schon zehn. Guter Mann, ne?
und ich habe ewig lange getüftelt, bis ich den richtigen Kleber hatte, dass diese diese Männchen, ich habe noch drüben welche, also die fallen tatsächlich nicht raus. Auch nach fünf Jahren sitzen die dann auch fest drin, ne,
Also es ist tatsächlich äh das war eine ziemliche Tüftelarbeit.

Micha:
[11:15] Also die Figuren hast du, wo sitzen die drin in einem.

Heike Tölle:
[11:18] Sitzen, das ist wie so ein kleiner Rahmen, aber der ist versilbert. Ne? Und da sitzen die drin.

Micha:
[11:25] Okay und den Rahmen kann man wiederum an eine Kette hängen.

Heike Tölle:
[11:26] Das ist aber kein genau und da ist keine Glasscheibe vorne und hinten davor, sondern der ist offen, ein offener Rahmen und da sitzen die drin und den kannst du dann in die Kette hängen.

Micha:
[11:36] Okay. Und wie viele Männer haben dir da eine Kette abgekauft.

Heike Tölle:
[11:41] Gar nicht die Männer, die haben nur geguckt, das waren nur Seeleute, keine Kaufleute. Genau. Ja, genau.

Micha:
[11:48] Eh. Ja. Okay. Gut. Aber das war nur Hobby. Du hast äh deine Freundin und.

Heike Tölle:
[11:55] War nur Hobby, wir haben das nebenbei gemacht. Ich habe ja im im Architekturbüro von meinem Ex-Mann gearbeitet. Das war nur Hobby und ähm,
dann über diese Rahmen ist das nämlich gekommen, dass ich gedacht habe, wie cool wäre das, wenn die tatsächlich aus echtem Silber wären,
Und dann habe ich gedacht, na das kann ja alles kein Hexenwerk sein und habe ich, ich war ja immer am Google, was kann man neu machen, irgendwie oder hatte eine Idee im Kopf? Ich war,
Google, ja, wo kriege ich irgendwas her?
Und dann bin ich auf dies dieses Material gestoßen, mit dem ich jetzt arbeite. Nämlich, ich bin auf einmal,
es mir Frau Google ausgespuckt. Knetsilber. Knet.

Micha:
[12:41] Knetsilber. Und das beziehst du aus Japan, glaube ich, ne.

Heike Tölle:
[12:45] Nee, der Lieferant ist, es kommt aus Japan. Der Hersteller ist in Japan. Mein Lieferant ist schon in Deutschland. Okay. Aber der der Hersteller ist in Japan.

Micha:
[12:53] Okay. Und wie funktioniert diese Knetmasse.

Heike Tölle:
[12:56] Ja und dann war ich natürlich angefixt, ne, Knetsilver, hört sich erstmal gut an. Easy. Einfach, ne?
Das kannst du und habe da gegoogelt und sage auch Videos und das sah alles ganz einfach aus. Na ja, habe ich nicht lange gefackelt, habe mir erstmal ein Starterkit bestellt,
In dem Starterkit war so das einfachste Werkzeug, was man dafür braucht und ähm zehn Gramm von dem Material
zehn Gramm braucht man für einen großen, breiten Ring. So viel war da drin. Und ähm eine,
eine wie eine CD, weil die die Beschreibung, die in dem Päckchen ist, die gab’s damals nur auf japanisch. Aber dabei war eine englischsprachige CD,
also so eine Schritt für Schritt Erklärung. Dann habe ich mich damit eines Nachmittags dann,
Zuhause an den Küchentisch gesetzt und jetzt geht’s los, ne? Die CD ins Laptop angemacht.

[14:01] Dann immer, wenn ein Schritt erklärt wurde, Laptop ausgemacht, das mache ich jetzt erstmal, ja? Und es war natürlich,
nicht so einfach, wie es aussah, war klar. Also da waren ganz viele Sachen, die einfach gar nicht erklärt wurden, die ich aber heute weiß,
ähm da also es äh hieß, man kann das über Wasser, es trocknet relativ schnell, man kann es über Wasser wieder anfeuchten,
aber es wurde nichts über die Menge Wasser gesagt, das ist manchmal nur ein halber Tropfen sein darf, das war nicht gesagt. Das Ende vom Lied war,
Von den zehn Gramm hatte ich fünf Gramm einfach nur noch an den Händen kleben wie Kuchen, Teig und habe die im Waschbecken runtergespült, ja?

Micha:
[14:45] Also über Dampf sollte heißen in Wasser äh über Wasser sollte heißen im Wasser Dampf.

Heike Tölle:
[14:52] Nee, richtig Wasser. Topf Wasser hinstellen und dann Tröpfchen oder ein halbes Tröpfchen. Das reicht. Das wurde aber in dieser CD natürlich nicht gesagt,
da hieß es nur Wasser. So und ich hatte dann wohl zwei, drei Tropfen, es war zu viel und dann bleibt ihr das Zeug einfach an den Händen kleben,
Und habe ich also von den ähm von den zehn Gramm fünf Gramm,
runtergespült, aber ich habe nicht aufgegeben, ich habe immer wieder Neues bestellt. Ich glaube, hunderte von Euro habe ich ausgegeben und habe immer wieder Neues bestellt und ähm,
kriegt ihr dann auch die ersten Sachen hin und ja.

Micha:
[15:39] Was war denn das Ziel für die ersten zehn Gramm von dieser Knetmasse? Du wolltest du daraus einen Ring machen oder.

Heike Tölle:
[15:44] Wollte einen Ring machen. Aber äh natürlich von Tuten und Blasen, keine Ahnung,
Und ich habe bin dann erstmal mit Kettenanhänger, habe ich dann weitergemacht. Das war dann ein bisschen einfacher. Und ich hatte natürlich auch keinen Brennofen. Gebrannt habe ich das Ganze auf einem,
Muss ich heute nur drüber lachen, auf einem Campingkocher in meiner Küche.

Micha:
[16:07] So ein so ein Gastding mit.

Heike Tölle:
[16:08] So ein Gasting. Ja klar, so eine mit so einer Gaskartusche, so ein einfaches Ding, was so eine Flamme hat und da habe ich ein Gitter draufgelegt, weil das kann man so machen,
Also wenn wenn es einer hobbymäßig zu Hause machen will, der kann das so machen. Ähm.

Micha:
[16:24] Verfärbt sich das nicht oder so.

Heike Tölle:
[16:27] Es braucht keinen Brennofen,
Also man kann das tatsächlich ähm auf dem Campingkocher machen. Es ging inzwischen auf Herbst, Winter zu. Meine Nachbarn müssen gedacht haben, wenn die abends das Feuer in der Küche gesehen haben. Die hat sie doch nicht alle.

Micha:
[16:41] Oder Strom ist ausgefallen oder so,
Warum geht das denn nicht? Ein Backofen auf über zweihundert Grad, ist noch nicht warm genug.

Heike Tölle:
[16:51] Braucht sechshundertfünfzig mindestens,
auf dem Campingkocher erreichst du das und die Anleitung war und das funktioniert auch, das kann ich bestätigen, wenn es anfängt rot zu glühen. Wir sprechen ja über Metall. Dann noch fünf Minuten.

Micha:
[17:09] Oh, okay.

Heike Tölle:
[17:11] Man hat ziemlich lange vorher in der Küche.

Micha:
[17:15] Bäume, was genau muss, also was passiert denn beim Erhitzen? Da ist in dieser Knetmasse, ist ein Bestandteil Wasser und das Wasser muss verdunsten.

Heike Tölle:
[17:24] Das Wasser äh das muss man zuerst trocknen. Also man man formt das. Mhm. Dann muss es trocknen, entweder vierundzwanzig Stunden an der Luft
Oder äh zwanzig Minuten unterm Föhn oder im im was auch geht im Dörparat zum Beispiel, mit dem du so Obst und Fleisch stören kannst, trocknen kannst. Ähm
oder ich hab’s am Anfang einfach bei hundert Grad im Backofen gepackt, das funktioniert auch.

Micha:
[17:51] Okay. Das ist halt dann aber nur der erste Schritt.

Heike Tölle:
[17:53] Das ist der erste Schritt. Dann ist das Wasser weg. Es es sind nur drei Bestandteile in diesem Material drin. Das ist Wasser, also in in erster Linie. Fangen wir mit einem Höchsten an. Sind es kleine Silberteile, fein gemahlen,
äh die das sind neunzig Prozent. Die anderen zehn Prozent sind Wasser und ein Binder, der es knetbar macht,
So, wenn du’s getrocknet hast, ist das Wasser schon mal weg,
Jetzt hast du nur noch den Binder und die Silberteile und wenn das dann getrocknet ist, ist das in so einem gibsartigen Zustand. Mhm. Man muss sich das ein bisschen vorstellen wie beim TÜV.

Micha:
[18:31] Das heißt, du kannst es immer noch ein bisschen bearbeiten, aber nur noch.

Heike Tölle:
[18:33] Genau, du kannst noch feilen, du kannst noch scharfe Kanten wegmachen. Du willst ja keine scharfe Kante am Ring haben. Ja. Ne? Also das kannst du alles noch korrigieren. Ähm,
und wenn du dann sagst, die stört nichts mehr. Dann geht’s ab ins Feuer. Und dann braucht’s aber mindestens diese sechshundertfünfzig Grad.

Micha:
[18:54] Puh. Die sechshundertfünfzig Grad braucht man, um den Binder.

Heike Tölle:
[18:59] Man setzt einen Sintaprozess in Gang. Also die Silberteile verbinden sich. Ja. In genau der Form, die ich ihnen gegeben habe und der Binder verbrennt und der muss irgendwohin,
Wenn der verbrennt und der legt sich dann da oben auf das ganze Schmuckstück wie so eine Patina. Den musst du nachher auch runterbürsten.

Micha:
[19:20] Aha. Okay. Das heißt, der der Binder tritt nach außen.

Heike Tölle:
[19:25] Der tritt nach außen,
Der Tritt nach außen, weil das das Resultat, das was übrig bleibt, ist tatsächlich pures Silber. Also nicht wie beim Sterling Silber, das noch Nickel oder Kupfer oder irgendwas mit drin ist,
Nee, es du hast diese drei Komponenten, zwei gehen weg und was bleibt, ist tatsächlich das pure Silber.

Micha:
[19:46] Aber der Binder macht einen so kleinen Anteil aus, dass die Form des Schmuckstücks durch diesen durch dieses erhitzen auf sechshundertfünfzig Grad nicht groß verändert wird.

Heike Tölle:
[19:55] Er schrumpft ein bisschen,
Das muss man also beim beim Kettenanhänger ist das jetzt nicht so dramatisch äh ob der jetzt im Durchmesser dann Millimeter weniger hat oder zwei, da spielt jetzt nicht so die Rolle. Beim Ring spielt’s eine Rolle,
Weil die Ringe schrumpfen gar nicht in der Breite, aber im Innendurchmesser. Du musst sie am Anfang größer machen,
Und je breiter ein Ring ist, umso größer muss du ihn machen, umso mehr schrumpft er ein.

Micha:
[20:24] Okay, das heißt, weiß ich nicht so fünf Prozent, zehn Prozent.

Heike Tölle:
[20:28] So zehn, zehn Prozent Schrumpf sagt man ähm,
es gibt eine Größentabelle. Also man hat das irgendwann auch raus. So ein ganz kleiner, schmaler Ring,
die muss so gar nicht größer machen. Und dann gibt’s irgendwie so, na ja,
Der halbe Zentimeter, der darf dann aber schon mal zwei Nummern größer gemacht werden und was was ein Zentimeter muss schon mal drei Nummern größer werden,
Also am Anfang sind die auch wenn du die nachher in diesem getrockneten Zustand, den man übern Finger tust, sind sie zu groß, aber das ist richtig. Würden sie dann passen, werden sie nachher zu klein? Ja.

Micha:
[21:13] Ja gut, ist nicht. Es leuchtet ein. Ist so ähnlich wie Schuhe, nur anders herum, ne. Wenn man die im Laden anprobiert und sie passen, dann sind sie vielleicht, wenn man so ein bisschen eingelaufen hat, nicht mehr ganz so passend,
Okay. Und das ähm,
Das heißt, wenn du so ein, so ein zehn Gramm Paket bestellst und du brauchst nur acht Gramm davon, dann kannst du dir zwei Gramm ja wahrscheinlich einfach dann weiter.

Heike Tölle:
[21:40] Kannst du weiterverwenden. Du musst sie aber wirklich ähm also man kann es frisch halten in ähm in Frischhaltefolie, aber auch nur begrenzt,
Also die die ganz normale Küchenfrischhaltefolie muss es gut einwickeln, aber das geht auch nur begrenzt. Es gibt dann noch so einen Behälter ähm den kannst du zuschrauben und da liegt oben aber ähm auf so einem Sieb,
ein feuchter Schwamm, sodass in dem Behälter immer ein gewisses feuchtes Klima ist,
Und da kannst du das durchaus, wenn dir dieser Schwamm nicht eintrocknet, ist mir auch schon passiert bei den Temperaturen im Sommer, wenn der nicht austrocknet, äh kannst du das durchaus mehrere Wochen aufbewahren.

Micha:
[22:23] Also so ähnlich wie ein Humidor für Zigarren, ne?

Heike Tölle:
[22:25] Genau. Genau. Also es entsteht dadurch, dass dieser feuchte Schwamm drin liegt und du den Behälter festzuschraubst. Ist da immer wie so ein bisschen Kondenswasser drin? Ja. Ne und ähm das hält das feuch.

Micha:
[22:38] Okay. Und wenn du das das erste Mal geliefert bekommst, dann ist das Vakuum verpackt oder so.

Heike Tölle:
[22:44] Genau. Und zwar dreimal. Das ist richtig gut verpackt.

Micha:
[22:50] Damit’s nicht austrocknet,
Okay. Und gut, das heißt, du hast, wenn du regelmäßig produzierst und äh deine Reste nicht austrocknen, dann hast du eigentlich kein wie sagt man, also äh kein kein Abfall.

Heike Tölle:
[23:08] Nö. Abfall ist da, ähm wenn du etwas produzierst,
und es gelingt nicht so ganz. In dem getrockneten Zustand, es gibt dann so ‘n, so ‘ne Flüssigkeit, die kannst du kaufen, kannst du das noch wieder,
wieder verflüssigen und kannst es dann, es gibt es in verschiedenen ähm Sachen, es gibt es nicht nur als diese Knete, es gibt es auch als so eine Paste,
Die dient auch als Kleber, wenn du Komponenten zusammensetzen willst. Also das Getrocknete kannst du nochmal recyceln zu dieser Paste,
ähm und was gebrannt ist, wenn’s dann nichts ist, das muss ich sagen, das ist verloren,
Also wenn’s fertig gebrannt ist und und ist,
irgendwie nichts geworden oder es gefällt dir dann nicht mehr, dann ist es verloren, dann kannst du es nicht mehr recyceln,
Also ich nicht, ein ein Goldschmidt sicherlich, ihr könnt’s einschmelzen, aber ich habe ja ein ganz anderes Werkzeug als ein Goldschmied.

Micha:
[24:10] Na, ich wollte gerade sagen, weil die wenn die das in Japan herstellen, ihre Knetmasse, die werden das Silber ja möglicherweise recyceln,
weil wenn die selber die, die produzieren ja keine keine Schmuckstücke, sondern nur diese Knetmasse und äh da können sie ja also das Silber,
jedes beliebige Silber wahrscheinlich nehmen.

Heike Tölle:
[24:32] Nee, es ist ein Recyclingprodukt,
Und zwar recyceln die Sachen aus der Fototechnik und überall ist Edelmetall drin, wissen wir ja. Und diese Edelmetalle, die machen das nicht nur mit Silber, das gibt’s auch mit Gold, mit Bronze, mit Kupfer,
Die recyceln die. Also das ist tatsächlich die die Firma AIDA ist eine Recyclingfirma. Okay.

Micha:
[24:56] Das heißt die so eine Knetmasse gibt’s nicht nur mit Silber, sondern auch mit Gold und anderen Metallen. Äh.

Heike Tölle:
[25:03] Genau. Genau. Mit Gold, Exorbitant, teuer. Ähm Kupfer und Bronze,
Herr Kupfer juckt und also ich bin wirklich nicht, dass ich äh schnell allergisch bin oder so, weil ich habe mir mal so einen Ring gemacht. Das war ein Gemisch aus Kupfer und Silber. Der hat mich so gejuckt,
das äh furchtbar und ähm Bronze ja das macht schon beim Modellieren keinen Spaß,
weil das sieht,
Also von der Optik und auch von der Optik. Mhm. Ist das wie ein Hundehaufen? Tatsächlich. Äh äh,
Nein, auch so das das Rohmaterial schon, ja, das ist so.
Das ist so so du hast das Gefühl, du fasst in einen Hundehaufen. Ja. Ehrlich.

Micha:
[25:58] Ja. Okay und Silber ist einfach ein bisschen ansehnlicher und nicht ganz so teuer wie Gold.

Heike Tölle:
[26:04] Genau, Gold ist exorbitant teuer. Also das äh lohnt sich überhaupt nicht, wenn ich mir vorstelle, darum biete ich das auch gar nicht an und ich selber habe das auch gar nicht äh gemacht. Ähm,
Wenn man sich da vorstellt, dass ein dass da ein Schmuckstück misslingt und dann stecken da, ich weiß nicht,
zwei, dreihundert Euro Gold drin,
Ja das äh da das möchte ich nicht äh da irgendwie, dass die also den Frust möchte ich nicht erleben bei meinen Teilnehmern.

Micha:
[26:37] Das Teilnehmer sind,
Teilnehmer an deinen Workshops, die das dann auch selber, die ihre eigenen Schmuckstücke anfertigen und wenn ihr mit dieser Silberknetmasse das das erste Mal machen, dann gehen sie kein so großes finanzielles Risiko ein.

Heike Tölle:
[26:53] Genau. Genau. Also für einen für einen breiten Ring brauchen die auch diese zehn Gramm und die liegen aktuell bei vierundzwanzig Euro. Das ist das Risiko, was sie eingehen, ähm aber,
Ich bin ja da. Und bisher ist noch immer alles gut gegangen, muss ich sagen.

Micha:
[27:12] Ja gut, ich das geht ja auch noch, ne? Aber wenn Gold acht Mal so teuer ist.

Heike Tölle:
[27:15] Ja Gold ist extrem teuer. Gibt’s auch nur in in aktuell äh zumindest bei meinem Lieferanten nur als drei Gramm. Mehr bietet der gar nicht an.

Micha:
[27:27] Das heißt, wenn du einen Ring machen wollen würdest.

Heike Tölle:
[27:29] Müsstest du schon mal,
müsstest du schon mal ein bisschen mehr nehmen. Und was wird in erster Linie auch gemacht in Kombination mit Silber. Also dass man tatsächlich nur man macht einen silbernen Ring und und,
mache zum Beispiel eine eine goldene Sonne drauf oder ein goldenes Herz, wenn man’s mag,
Aber das gibt’s tatsächlich äh die meisten machen das in Kombination mit dem Silber,
die Basis ist silber und dann kleinere Details mit Gold.

Micha:
[28:03] Ja, ich finde, Silber finde ich eigentlich ganz schön. Gold finde ich auch nicht immer so. Es gibt ja auch verschiedene Goldarten. Ich gucke gerade, warte mal, ich habe mein Telefon irgendwo hier,
Ach so, gut, jetzt habe ich eine Hülle drum herum. Okay, das sieht man jetzt nicht so richtig, aber das soll Goldfarben sein und,
ähm warte mal, ich pack’s mal aus. Also es sah irgendwie bevor ich’s bestellt hatte, sah es etwas anders aus, fand ich. Und dann habe ich’s bekommen und sieht ein bisschen aus wie,
Also nicht alte Damen, Schmuck. Als Gräschen ist auch egal, ich krieg’s jetzt hier nicht raus, aber ähm hätte ich mal grau oder schwarz oder silber oder so genommen,
ne. Naja gut. Also ähm das heißt, du gibst, du gibst Workshops, wo,
Ich nehme mal an, üblicherweise Kundinnen, kommen, die ihren eigenen Schmuck. Genau. Anfertigen möchten und die machen das mit eben genau dieser,
silbernen Knetmasse. Okay und wie lange dauert das üblicherweise.

Heike Tölle:
[29:05] Ähm das liegt ein bisschen an den Teilnehmerinnen. Nicht jeder ist nicht jeder ist gleich geschickt.
und wie wie schnell sie sich entscheiden,
Wie der Ring aussehen soll. Also manche kommen und haben schon vorher bei mir auf der Homepage oder auf der Facebook-Seite oder irgendwo ähm Ringe gesehen und haben gesagt, das finde ich gut,
manche kommen und sagen ich weiß gar nicht und ich hab ja da zwei Vitrinen voller Muster, dann stehen die davor und auch wenn ich sage, wir können’s auch ganz anders machen oder,
der muss jetzt dieses Muster können wir auch mit einer anderen äh Form kombinieren. Ähm die brauchen unheimlich lange, bis sie tatsächlich,
Ihren Ring gefunden haben,
und äh das ist schon vorgekommen, dass wir um drei Uhr angefangen sind und um fünf Uhr, wenn das jetzt eine Gruppe, sagen wir mal, mit vier oder fünf Mann war um fünf Uhr wusste die letzte, immer noch nicht, wie ihr Ring denn nun aussehen soll,
Achtzehn dreißig ist Schluss.

Micha:
[30:14] Muss man mit den Leuten da vorne vorm Tattoo-Studio sprechen, bei denen es wahrscheinlich noch extremer, ne? Weil der Ring kannst du irgendwann mal ablegen, aber so ein Tattoo wird wird schwierig.

Heike Tölle:
[30:22] Na ja, jedenfalls ähm dauert es in der Regel dreieinhalb Stunden. Aber ja manchmal, manchmal sind wir eine halbe Stunde früher fertig, manchmal dauert’s auch eine Stunde länger. Es liegt tatsächlich an den Teilnehmern.

Micha:
[30:36] Das ist jetzt aber ohne das Trocknen und so, das machst du dann hinterher.

Heike Tölle:
[30:39] Nein, die gehen mit einem fertigen Ring nach Hause. Auch so. Nein, nein. Das fragen nämlich auch viele, ob äh ob sie nächsten Tag nochmal wiederkommen müssen. Ja. Nein, das Trocknen dauert zwanzig Minuten,
in meiner Föhnkiste, die dir hier ja manchmal hörst.

Micha:
[30:58] Nachbarn haben wir noch nicht erwähnt, uns treten uns beide trennt nur eine leicht Bauwand.

Heike Tölle:
[31:02] Dünne Tür. Ja.

Micha:
[31:04] Genau eine eine Fluchttür von meinem Studio in dein Büro. Ich glaub du darfst da ja nicht durchfliehen, ist ja nur eine Einbahnstraße.

Heike Tölle:
[31:15] Und äh das dauert zwanzig Minuten,
während es trocknet, heizt sich ja bei den Ofen schon an. Der braucht ja ein bisschen, bis der bei achthundert Grad ist. Also im Ofen brenne ich’s bei achthundert Grad, anders als auf dem,
Auf dem Campingkocher ähm hat den Vorteil, es braucht auch keine halbe Stunde, es braucht nur fünf Minuten, bei achthundert,
im Ofen. Und ähm den heize ich dann schon mal an,
dann geht’s ja eigentlich, wenn der getrocknet ist, geht’s ja nur noch an die Feinarbeiten. Und da ich aber eigentlich immer drauf achte, dass der Ring von Anfang an,
ordentlich,
Modelliert ist, ähm fallen gar nicht so viele Schleifarbeiten an, weil diese Schleifen immer das Risiko birgt, er kann kaputt brechen. Und ich also ich bin immer wirklich darauf bedacht, dass,
möglichst wenig Frust aufkommt bei meinen Teilnehmern. Es ist erst ein einziges Mal wirklich ist das Holz,
ein Ring kaputt gebrochen, ein einziges Mal. Und wie hast den einfach fallen lassen? Bang. Und ähm.

[32:29] Das sind also dann wirklich nur noch Kleinigkeiten, die nochmal nachgebessert werden müssen. Ähm sodass das dann relativ nahtlos auch ins Brennen übergeht,
Und nach dem Brennen haben wir dann wirklich nur noch ähm die Patina runtermachen,
die sich jetzt drauf gesetzt hat. Bisschen polieren oder manche wollen das schwarzen, schwarzen ist das war früher bekannt als Altsilber,
Wenn das so eine dunkle so so schwarz silber dann wird.

Micha:
[33:02] Ja. Ist das, ist das nicht, wenn man zum Beispiel Silberbesteck hat, nimmt das dann nicht auch automatisch diese Far.

Heike Tölle:
[33:08] Genau, wenn man’s nicht benutzt.

Micha:
[33:10] Ja, okay. Also machen ja wahrscheinlich die wenigst.

Heike Tölle:
[33:14] Silver läuft ja an. Ähm das wissen komischerweise viele nicht. Ich weiß gar nicht warum. Silber läuft an vom Schwefel. Schwefel ist in der Luft,
Schwefel ähm so fies, das vielleicht ist, aber dünsten wir alle aus. Alles klein.

Micha:
[33:33] Mehr oder andere weniger.

Heike Tölle:
[33:34] Genau und ähm das macht, dass das Silber anläuft. Also wenn man Silber korrekt aufbewahren will,
bewahrt man es in einem verschlossenen Plastikbeutel auf, in so einem Zipperbeutel. Luftdicht,
Und schützt es vor dem Schwefel in der Luft. Also im Prinzip wie ich das mache, nebenan in meiner Vitrine, damit die Leute das alle sehen können. Ist komplett falsch.

Micha:
[34:05] Ja, aber ich meine, statt einem Beutel kannst du nicht irgendwie eine eine transparente Kiste nehmen oder so, die auch luftdicht abgeschlossen werden kann.

Heike Tölle:
[34:16] Ja, weil die wollen’s doch anfassen. Das sind doch Frauen.

Micha:
[34:19] Ja gut.

Heike Tölle:
[34:20] Die gehen ja manchmal auch in den Laden nur, weil sie was anfassen wollen, alle, die wollen ja nicht unbedingt was kaufen, es geht ja mehr ums Gucken und anfassen.

Micha:
[34:28] Ich wollte gerade sagen, weil die Leute, die Silberbesteck zu Hause haben, die haben dann vielleicht auch eher in der Vitrine als irgendwo in einer Schublade, in einem in einem Beutel, ne.

Heike Tölle:
[34:37] Ja. Aber es ist tatsächlich auch Olaveno Silberbesteck ähm permanent benutzt, läuft das auch nicht an. Oder wenn du einen silbernen Ring?

Micha:
[34:47] Berührst und das.

Heike Tölle:
[34:50] Zum Beispiel, wenn du ein, ein Ring permanent trägst,
Ich habe nur eine Handvoll Ringe, die ich selber tatsächlich permanent trage. Also ich habe die, die Vitrinen voll, aber ich habe da so ja, so vier, fünf Lieblingsdinger, die habe ich halt immer um. Die lau.

Micha:
[35:06] Nur eine Handvoll Ringe, ist auch in dem Zusammenhang gut.

Heike Tölle:
[35:11] Wenn man sie macht ist.

Micha:
[35:14] Nur eine Handvoll Ringe muss in dem Fall ja nicht fünf bedeuten, so.

Heike Tölle:
[35:17] Nein, ich trage immer nur an jeder Hand ein. Ähm.

Micha:
[35:20] Ach so, okay. Ich trage gar keine Ringe, also ich mag das nicht.

Heike Tölle:
[35:28] Ja, bis mal eine Frau kommt.

Micha:
[35:31] Vielleicht dann erfolgreich gegen Wehren gegen den Ring.

Heike Tölle:
[35:34] Kann man auch tätowieren lassen. Ist auch langlebiger.

Micha:
[35:37] Oder an der Kette um Hals tragen oder so. Sind schon viele Leute vor mir aus ihren Ringen rausgewachsen.

Heike Tölle:
[35:42] Naja.

Micha:
[35:44] Mein alter Chef hat das mal erzählt ähm,
was nicht von wem, aber irgendwer, den er kennt, hat er einen Ring, den er nicht mehr abbekommen hat. Ja. Und die kann man ja dann nicht einfach, keine Ahnung, was für ein Material, weiß ich nicht, aber die kannst du nicht einfach auf,
Knipsen oder oder durchschneiden mit einem Drehmüll oder so, sondern die muss die mussten dann so,
Der muss wie eine Zange genommen werden und dann muss von zwei Seiten Druck ausgeübt werden auf den Ring, bis der Rand irgendwann so auseinanderspringt. Das heißt, man muss seinen Finger mit dem Ring tatsächlich in so eine in so eine Zange,
Legen und dann hoffen, dass die Zange einem nicht den Finger irgendwie amputiert oder ich weiß nicht, wie es genau funktioniert, aber stelle ich mir ein bisschen unheimlich vor.

Heike Tölle:
[36:31] Ne, jedenfalls, wenn du sie immer trägst, ne, ähm wie ich meine vier oder fünf Lieblingsstücke ähm,
dann dunkeln die ein bisschen nach. Das kann man an den beiden, die ich aufhabe sehen. Der Rechte,
Permanent getragen, der ist schon älter und der andere ist neuer,
Also die Dunkeln ein bisschen nach, so wie auch ein ein Holzfußboden zum Beispiel ein bisschen nachdunkel. Das ist ja eigentlich auch ein Naturprodukt. Und ähm aber sie werden nicht schwarz. Sie laufen nicht an,
Wenn du sie permanent trägst.

Micha:
[37:07] Okay. Na ja, leuchtet ein. Also alleine durchs Händewaschen und so müsste sich das ja regelmäßig reinig.

Heike Tölle:
[37:13] Laufen nicht an.

Micha:
[37:15] Ja, gut. Ähm gut, ich habe mich gerade gefragt
Das heißt, der Trocknungsprozess mit dem Föhn, um das Wasser rauszubekommen, ähm den muss man tatsächlich separat durchführen. Du könntest jetzt nicht den Ring einfach sofort in den Ofen tun, sondern es muss erst das Wasser raus, dann der Binder.

Heike Tölle:
[37:36] Ja.
Also man muss sich tatsächlich vergewissern, dass das äh äh Stück, ob das jetzt ein Ring oder ein Anhänger ist, dass das komplett trocken ist. Manche machen das sogar so, äh die legen das nochmal auf den Spiegel und gucken, ob der Spiegel beschlägt,
Wenn da noch Feuchtigkeit drin ist, beschlägt der Spiegel,
wenn du es so ins Feuer tust, wird der Blasen schmeißen, also wenn es nicht komplett durchgetrocknet ist,
kann es passieren, dass irgendwo wie eine Blase aufpoppt und ähm ist ganz blöd, wenn das im Ring passiert. Dann passt der nämlich nicht mehr, wenn du auf einmal so eine Blase drin hast.

Micha:
[38:14] So ähnlich wie wenn man Öl in eine heiße Pfanne gibt, die noch ein bisschen nass ist und dann dann hat man diese dieses äh verdunstende Wasser und dann spritzt das Öl durch die Gegend.

Heike Tölle:
[38:25] Ja und hier ist eben das ist wirklich wie so ein wie eine Blase. Da kannst du nachher auch mit dem Hammer draufhauen, ganz weg, bekommst die nicht.

Micha:
[38:33] Ja

[38:37] Ich meine, könnte ja, könnte man ja wollen, vielleicht ich weiß ja nicht, einen ganzen Ring, der ein bisschen aussieht wie eine Mondlandschaf.

Heike Tölle:
[38:41] Ja. Ja, aber äh schön wär’s, wenn er das noch nur nach außen macht, macht er das nach innen. Das kann’s halt nicht steuern, ne? Macht er das nach innen, hast ein Problem übern Finger zu bekommen.

Micha:
[38:54] Gut, stimmt. Aber das ähm wenn der, wenn der Ring in den Ofen kommt, ist das dann nur der Ring oder wird der Ring auf irgendwie so ein Zylinder draufgeleg.

Heike Tölle:
[39:04] Ähm man kann das ähm also man rechnet ja vorher aus,
Wie groß muss ich ihn machen, dass er nachher passt? Ja. Klassisch ist es so, der geht tatsächlich ohne irgendetwas in den Ofen,
aber es gibt ja auch Hilfsmittel,
Ne? Und ähm ich habe da zum Beispiel so Keramik äh Teile. Die stellt man rein, die vertragen ja auch die Hitze,
und die machen tatsächlich, die steht mangeln in der entsprechenden Größe, die man haben will rein. So so runde Keramikstopper. Und dann hört ihr tatsächlich bei der Größe, die wir haben wollen auf,
zu schrumpfen.

Micha:
[39:47] Okay.

Heike Tölle:
[39:48] Ne? Ähm.

Micha:
[39:50] Aber wenn man den Stopper etwas zu groß wählt.

Heike Tölle:
[39:53] Nimmer, man hat ja ne man hat ja vorher den Ring sprengt es nicht,
Das dazu ist das zu minimal, was da äh das ist ja im Millimeterbereich ähm man hat äh man hat ja vorher den Finger gemessen,
von dem Teilnehmer und wenn der jetzt sagen wir mal, der hat Ringgröße, ich sag’s jetzt mal in Deutsch. Achtundfünfzig,
dann stelle ich natürlich auch einen Stopper in Größe achtundfünfzig rein. Ist es ein breiter Ring, haben wir den vorher auf auf die Größe einundzwanzig gemacht. Der Stopper geht also am Anfang ganz leicht rein und erst im Ofen,
saugt sich der Ring praktisch an diesen Stopper an,
Aber da hört er dann auf. Es ist auch möglich, dass er auch ohne den Stopper hätte er wahrscheinlich da auch aufgehört. Das ist einfach nur eine Zusatzsicherheit.

[40:48] Also man man muss sich trotzdem ähm man kann sich nicht auf den Stopper verlassen und da irgendeinen Mini-Ring machen, der dann nachher passen soll. Das funktioniert natürlich nicht. Man muss schon das ausrechnen,
Und ähm kann dann den Stopper reinstellen, der ist einfach nur nochmal eine zusätzliche Sicherheit,
Und er macht, dass die Ringe tatsächlich rund rauskommen. Ist der Stopper nicht drin? Ich habe den nicht für alle Größen gehabt bis vor Kurzem,
ist der Stopper nicht drin. Ähm kann es schon mal passieren, dass der Ring aus dem Feuer kommt und ist ein klein bisschen oval. Ist aber nicht schlimm.

Micha:
[41:29] Sind Finger dann immer rund.

Heike Tölle:
[41:31] Nee, das ist auch nicht ja eigentlich, ja.
Das ist aber nicht schlimm, wenn wir so ein bisschen oval ist, dann kommt immer der Schockmoment für meine Teilnehmer. Ich habe so einen Metallstab, da kommt er dann drauf,
also wirklich wie so ein Ringstock, so ein Ringmaß und ähm dann haue ich da fröhlich mit dem Hammer drauf.

Micha:
[41:52] Das habe ich schon mal gesehen, das ist dieser Stock, der ist so kegelförmig.

Heike Tölle:
[41:54] Genau. Genau.

Micha:
[41:55] Und dann rutscht der Ring.

Heike Tölle:
[41:57] Der rutscht runter und äh dann kann man wenn er jetzt oval ist der Ring und nicht rund, schmiegt er sich ja nicht komplett um diesen Stock,
und da wo er ausbeult,
da haut man dann einfach ein paar Mal mit dem Hammer drauf, bis er sich diesem Stock wieder angepasst hat und tatsächlich rund ist. Und und meine äh äh Teilnehmer, die sind immer fix und fertig,
Weil sie natürlich vorher, sie haben ihn die ganze Zeit jetzt vorsichtig behandelt,
und viele denken, obwohl er jetzt gebrannt ist und sie ja schon, wenn ich den im kalten Wasser abschrecke, das ist eine eine Edelstahlschüssel. Hören sie ja schon. Es ist jetzt Metall auf Metall gefallen,
Ja? Und trotzdem haben sie immer noch Angst, er geht kaputt. So und dann gehen die rüber und und
Bürsten diese Patina ab und freuen sich über das Silber, was da zu Tage kommt. Ja, das ist immer echt ein Highlight, diese diese glänzenden Augen, wie bei Kindern fast. Und dann,
Sag ich aber, guck mal, der hat ja ein kleines Ei. Äh gib mal her. Das machen wir raus, ja,
Jetzt greife ich zum Hammer. Stell dir diesen Moment vor.
denken die, ja, aber an sich äh ich verschlimmbessere es ja nicht. Ich ich mache es ja besser.

Micha:
[43:23] Das heißt mit der also die die Gestaltung der Oberfläche des Rings die ändert sich dadurch nicht, sondern durch die Schläge mit dem ich nehme an, dass es eher ein Gummihammer äh.

Heike Tölle:
[43:34] Nur die Form.

Micha:
[43:35] Verändert sich nur ein bisschen die Foren.

Heike Tölle:
[43:37] Nur die Form. Tatsächlich, dass er statt Oval und und dann sitzen die ja auch, musste ja vorstellen, wenn so ein Ring ein bisschen oval ist, ändert das ja die Passform. Ach ja, jetzt ist er ein bisschen eng, ne,
Und wenn ich dann sage, ja gib gib her ist ja auch unrund. Wir machen ihn rund. Und dann passt er ja,
Wenn er wieder rund ist.

Micha:
[44:03] Kannst du ihn nicht noch ist wahrscheinlich eine blöde Frage, aber kannst du den nicht noch leicht verformen, wenn er schon auf dem Finger sitzt,
Ist einfach nur zu gefährlich und.

Heike Tölle:
[44:13] Auf dem Finger soll ich dann auf den Finger mit dem Hammer hauen.

Micha:
[44:16] Zange oder so, so ähnlich wie.

Heike Tölle:
[44:19] Nö, mhm,
Nein und es ist ja also bei Gold sagt man ja immer je höher die Legierung. Wir haben ja hier neunhundertneunundneunziger Silber. Also es ist die höchste Legierung, die es gibt,
Und beim Gold sagt man immer, je höher, desto weicher ist das. Das ist hier eigentlich nicht so,
Also selbst äh wenn ich einen Ring habe, der nicht geschlossen ist, der so offen nebeneinander herläuft, der ist ja nicht so stabil wie so ein Geschlossener. Muss ich mich schon mächtig anstrengen, den zu verbiegen.

Micha:
[44:57] Bei Gold ist das.

Heike Tölle:
[44:59] Gold ist. Gold wäre ziemlich weit. Lehre zie.

Micha:
[44:59] Reines Gold wäre ziemlich weich und erst durch die Zugabe von anderen Metallen wird es dann stabiler.

Heike Tölle:
[45:04] Genau. Stabiler. Genau.

Micha:
[45:06] Okay, also ähnlich wie wie Stahl oder so.
ich war so im vielleicht wahrscheinlich Chemieunterricht in der Schule, hatte unser Lehrer immer einfach so ein Stück Blei dabei und Blei ist ja nun mal sehr schwer und hat eine sehr hohe Dichte, aber unheimlich,
Unheimlich weich, was man bei Metall ja nicht erwartet, weil die Metalle, die uns mit dem Alltag begegnen, die da sind ja üblicherweise Legierungen, die genauso gewählt werden, um eine gewisse,
Starrheit ja zu gewährleisten. Und wenn reine reine Metalle dann so ein bisschen weich sind, das,
ist es halt etwas ungewohnt.

Heike Tölle:
[45:44] Ja, aber das hier ist schon das ist schon richtig, richtig fest. Also ich kann ihn nicht zerdrücken. Es braucht tatsächlich einen Hammer,
und ähm da kann man das überhaupt gar nicht sagen. Und Tatsache ist, es ist tatsächlich pures Silber. Also nichts anderes.

Micha:
[46:02] Und warum schmeißt du den Ring noch in Wasserbad? Einfach nur irgendwie einen Abzug.

Heike Tölle:
[46:06] Zum Abschrecken. Wie ein Hufschmied sein. Also wenn der aus dem Ohr heißen Ofen kommt, achthundert Grad, muss man sich vorstellen. Der glüht rot. Ja. Ähm,
Ich könnte ihn jetzt einfach stehen lassen natürlich äh.

Micha:
[46:22] Du willst ja nur schnell abkühlen, das ist.

Heike Tölle:
[46:23] Genau, meine Teilnehmer wollen ja weitermachen, die sind ja total ähm,
wenn’s dann so dem Ende zugeht, dann wollen die ja auch das Ergebnis haben. Ja. Ne, da wollen die ja nicht noch zehn Minuten sitzen und noch, ich meine, wir haben ja dann schon gewartet, während der im Ofen war, während der getrocknet ist ähm,
Die wollen dann ja weitermachen,
die sind ja äh wie gesagt, das ist für mich für mich ist es äh so oft ich das jetzt schon gemacht habe, das ist immer das Highlight, wenn die die Bürste nehmen,
Und diese patina runterbürsten und dass die Augen anfangen zu leuchten, ja? Und die alle sind so stolz auf ihren auf ihren Ring, den sie jetzt wirklich,
sich selber ausgedacht haben, den sie selber gemacht haben. Ähm das ist unbeschreiblich,
Also das finde ich total klasse, wenn die da sitzen und die Augen leuchten und ja.

Micha:
[47:24] Und das ähm was wählen die meisten dann für Motive? Sind das irgendwelche individuellen Sachen mit einem persönlichen Hintergrund oder ist das eher Schmuck, mit gewöhnlichen Motiven.

Heike Tölle:
[47:37] Also ich sage mal persönlich sind vielleicht zwanzig Prozent. Die anderen ähm ich habe ganz viele so so Texturmatten da,
Mit denen man diese Muster machen kann. Ähm,
Die anderen achtzig Prozent wählen eine, die ich natürlich auch laufend aufstocke, inzwischen. Darum dauert’s vielleicht auch so lange, bis man hier siehen scheint. Ähm äh die ähm die meisten wählen tatsächlich so eine fertige Textur.

Micha:
[48:08] Das heißt, die Texturmatte ist sowas wie eine Schablone oder so.

Heike Tölle:
[48:11] Eine Gummimatte. Also man man rollt die Ringschiene aus,
und ähm dann legt man diese Matte drauf und muss nochmal drüber rollen und dann ist das Muster drin,
während ein Goldschmied das mühsam rein ähm feilen und polieren muss, feilen, polieren, ist es hier gleich auf einmal komplett drin im Ring.

Micha:
[48:35] Okay. Regenschiene heißt, das ist wenn das gestaltet wird, ist das noch ein langer Streifen und der wird dann zum Ring geschlossen.

Heike Tölle:
[48:38] Das ist sie. Genau. Genau. Genau.

Micha:
[48:43] Okay. Na ja, gut, das leuchtet ein.

Heike Tölle:
[48:47] Und dann ist es drin und äh ja, es gibt natürlich ganz persönliche Sachen, was was eine Zeit lang mal war oder was auch immer wiederkommt, ist ähm dass dich Leute äh Ringe machen mit,
Fingerabdrücken von Verstorbenen, Angehörigen. Ähm.

Micha:
[49:08] Fingerabdrücke kann man erkennen. Ja. In der Knetmasse.

Heike Tölle:
[49:12] Es ist relativ weich und es nimmt jede äh Struktur sehr gut an. Also ich denke, wenn hier einer in meinen Ring tatsächlich mit einer Lupe gucken würde,
würde womöglich von innen sogar noch meine Fingerabdrücke sehen. Ähm und ähm,
das ist äh eine Zeit lang sehr viel gewesen und kommt auch immer mal wieder. Ähm ja,
Ich hatte sogar einmal, da musste es unbedingt, ich hatte, das war ein Samstag und ich hatte Nachmittag schon einen vollen Workshop und es musste unbedingt dieser Tag sein,
Äh ich wusste aber nicht, dass es sich auch um so einen Fingerabdruck handelt und dann habe ich gesagt, okay, dann können wir das vormittags um zehn machen, dann sind wir da fertig. Äh bis nachmittags weitergeht und ähm dann stellt sie sich raus. Das war der Finger ab,
der verstorbenen Mutter und es musste unbedingt dieser Tag sein, weil das der Geburtstag der Mutter war. Da wollte sich jetzt die Tochter einen Ring machen,
Okay. Also es sind manchmal.

Micha:
[50:18] Denn den Fingerabdruck überhaupt her.

Heike Tölle:
[50:20] Ja, das ist inzwischen, da das ähm ein regelrechter Trend geworden ist. Ich habe auch mal von einer Teilnehmerin, die arbeitet beim Bestatter, die hat mir das erzählt,
bei den Bestattern liegen tatsächlich schon Prospekte von Juwelieren aus,
und die Bestatter nehmen die Fingerabdrücke von den Verstorbenen. Und ich hatte das schon in unterschiedlichen Formen, also äh entweder sie machen wirklich so,
So eine Abfahrmasse, so ein Silikonabformformmasse, wo der Finger drin ist. Das ist für für meinen Workshop natürlich das einfachste,
weil ich fahre mir manchmal selber auch Sachen ab mit mit Silikon. Ähm,
dann können wir es einfach reindrücken oder es ist in Papierform, da muss ich es natürlich vorher wissen. Das Papier können wir nicht reinrücken, das bringt uns nichts. Ähm dann fertige ich selber so einen Stempel davon an.

Micha:
[51:17] Ach so. Der Stempel ist dann so ähnlich wie eine Texturmatte, also sowas wie negativ.

Heike Tölle:
[51:21] Genau. Negativ. Genau und da habe ich ähm das mache ich zu Hause. Also die mache ich selber. Die stempeln dann.

Micha:
[51:27] Ist aber aufwendig, ne? Also wie machst du das denn überhaupt? Ach so.

Heike Tölle:
[51:32] Das bleibt ja mein Geheimnis. Weil ich ja auch äh das mache ich auch mit Fotos,
Also ich kann zu Hause, das muss jetzt reichen,
wunderbare Stempel machen aus Fotos allem möglichen.

Micha:
[51:52] Also auf die Idee mit.

Heike Tölle:
[51:53] Ja, ich habe letztens noch äh letztens noch hatte ich jetzt gestern, habe ich’s bei Facebook reingestellt, habe ist aber schon eine Weile her. Hier hatte ich noch das äh den kleinen Fußabdruck von einem Baby.

Micha:
[52:05] Ja. Habe ich gesehen, ich hatte gerade reingeschaut und ich war, als wir, als ich letzte oder vorletzte Woche bei dir war, hast du an dem Ding gesessen.

Heike Tölle:
[52:11] Das ist. Genau und das ist ähm ich hatte dann ja, weil’s eigentlich zu klein war, noch einen Stempel bestellt. Der war aber lange nicht so gut wie mein eigener. Hatten wir ja irgendwie gesprochen, ne?
Und das passt, was da jetzt auf dem Foto war, das war das, was mit meinem eigenen Stempel gemacht wurde.

Micha:
[52:30] Okay. Das heißt, du hast den anderen Stempel bestellt und hast dann festgestellt, ist nicht so gut. Genau. Okay.

Heike Tölle:
[52:35] Ja, war für die Katze. War für die Katze. Genau. Rausgeschmissenes Geld. Ja.

Micha:
[52:43] Also ja Fingerabdruck finde ich irgendwie.

Heike Tölle:
[52:47] Das wird gemacht.

Micha:
[52:48] Kann man damit Telefone entsperren? Nee.
schon getestet.

Heike Tölle:
[52:53] Nee. Nee, oder die Fingerabdrücke sind auch mal ähm allerdings da waren die beiden ja noch quicklebendig dann auch, ne. Also sie sind auch mal in ein paar Eheringe,
Die sind bei mir Ehringe gemacht worden, dann sind die beide da gewesen, die haben die auch selber gemacht und haben ihre Fingerabdrücke in die Ringe gedrückt,
Ne, kann man ja ganz locker so, das sieht dann sogar noch ein bisschen aus wie ein Herz, wenn man die so nebeneinander macht.

Micha:
[53:19] Ach so, ne? Ja, so leicht, so leicht im Winkel.

Heike Tölle:
[53:20] Ja so. So, ne? Und ähm äh was ist noch persönlich,
ganz toll, ganz toll muss ich noch erwähnen. Drei Männer bisher, mehr davon, sage ich nur drei Männer,
Nein, die nicht teilgenommen haben, die für ihre noch besser, die für ihre Frauen etwas gemacht haben,
Mit riesigem Aufwand, Erklärungsnöten, wo sie denn jetzt für drei Stunden sind und so weiter, ja,
ähm herrlich, herrlich. Die kommen und die haben sich so viele Gedanken gemacht ähm,
Also Wahnsinn,
Wahnsinn und die Frauen, das habe ich im Nachhinein, ich habe ein Feedback bekommen, die haben sich so gefreut. Also ich kann das nachvollziehen, also wenn wenn mir mein Mann, sage ich mal, selber,
etwas machen würde, ob das jetzt ein Schmuckstück ist oder irgendwas anderes,
Das hat ja einen viel höheren Stellenwert, als wenn er hergeht und kauft etwas.

Micha:
[54:33] Ja, ist wie bei Kindern, ne? Wenn die.

Heike Tölle:
[54:34] Also ähm die haben sich wirklich Gedanken gemacht. Der eine hatte vom vom Lieblingsbaum seiner Frau ein Blatt dabei und hat dann einen einen Ring gemacht, der die Struktur von dem Blatt hatte,
ähm der andere hat tatsächlich eine Zeichnung gehabt, da ist es ein Kettenanhänger geworden, eine Zeichnung gehabt von einer Rose und das war zur Rosenhochzeit zehn Jahre,
ähm von einer Rose,
hat die ganz mühevoll, ich hab Roninolium äh Platten wirklich da rein geritzt, damit wir dieses Muster von der Rose in silber nachher bekommen,
und hat einen Kettenanhänger daraus gemacht, ja. Wahren Sinn, Wahnsinn,
also ähm ja wie gesagt und ich habe von von denen das das Feedback da nachher auch bekommen, von den Männern, wie sehr ihre Frauen sich gefreut haben. Und das kann ich nachvollziehen. Weil das ist ein Satz.

Micha:
[55:42] Dann haben sie ihn wahrscheinlich auf verziehen, dass sie sich für vier Stunden,
wer weiß was die Ausrede war, aber dass sie sich für vier Stunden verkrümelt haben.

Heike Tölle:
[55:49] Ja. Na der eine war vormittags da. Da hat die Frau gedacht, der ist arbeiten,
aber nicht, war hier.

Micha:
[56:02] War erarbeiten.

Heike Tölle:
[56:03] Ja, aber nicht so, wie sie gedacht hat. Ja und das ähm also es waren auch schon Männer da, die haben dann für sich selber was gemacht. Klar. Aber ähm,
die wirklich sich so viel Mühe und allein dann auch die Ringgröße unternehmen, die heimlich ihrer Frauen ringen aus dem Schmuckkästchen, damit wir die Größe ermitteln können und ähm,
Fand ich total klasse.

Micha:
[56:34] Ähm kommen auch Leute und machen, machen äh Regenpaare, also Eheringe oder so.

Heike Tölle:
[56:40] Ähm Ehring ist ein einziges, was es tatsächlich Ehringe waren, ist einmal vorgekommen, aber so Partnerringe kommt schon mal vorher.

Micha:
[56:51] Ich hab gesehen du bietest ja auch verschiedene Workshops an, also nicht nur für Erwachsene, auch für Kinder,
ich glaub du planst noch was für Jugendliche hab ich irgendwo gelesen aber ich mein ich hätte auch irgendwo was gesehen gibt’s ‘n extra Workshop für.

Heike Tölle:
[57:07] A. Am Valentinstag biete ich immer an meinen Ringworkshop für Verliebte. Ja. Okay. Hä? Ja.

Micha:
[57:18] Vielleicht habe ich das gesehen. Ich war.

[57:25] Ach so ist wie in der Tanzschule.

Heike Tölle:
[57:26] Ja, ist wie einer Tanzschule. Komm, wir gehen lieber nur essen.

Micha:
[57:34] Ja gut, verstehe. Und äh was machst du mit den Kindern.

Heike Tölle:
[57:39] Ähm mit den Kindern. Also habe ich hier verschiedene Sachen. Ähm mit den Kleinen ab sechs,
Da machen wir, jetzt kommen wir wieder zurück zum Ursprung des Ganzen. Da machen wir nach wie vor mit Perlen. Armbänder, Ketten ähm ich habe da tausende von von,
Speziellen Kinderperlen dann aber ähm und äh,
in allen möglichen Formen, vom Fußball, über den Smiley bis hin zu O,
bis einfach nur rosa, lila, türkis, ähm was gerade angesagt ist bei den Mädchen. Aktuell lila und Türkis,
Ganz stark angesagt, ne? Muss man immer haben.

Micha:
[58:27] Weiters in einer Kette. Ja. Okay.

Heike Tölle:
[58:30] Es kann aussehen, muss aber nicht.

Micha:
[58:33] Sieht ein bisschen aus wie Achtziger Jahre, ne, oder?

Heike Tölle:
[58:35] Ja, aber die, die Mädchen ähm stehen tatsächlich aktuell extrem auf lila und türkis,
Also dass ich da, das hat mich auch irgendwie überrollt, ähm dass die da alle draufstehen und dann ähm musste ich erstmal ganz massiv nachordern in diesen Farben. Ja,
Und ich hatte jetzt am letzten Samstag hatte ich einen Kindergeburtstag fünf Mädchen und ähm,
Na ja, die saßen alle so still auf dem Sofa,
und dann habe ich einfach nur, ich sage, mögt ihr auch alle Lila und Türkis. Ja, ja, ja, also das ist im Moment ähm ja.

Micha:
[59:19] Ja gut, immerhin hast du noch welche nachbekommen, ne? Ich mein.

Heike Tölle:
[59:22] Ja, war noch nicht ausverkauft. Der Perlenmarkt ist groß weltweit.

Micha:
[59:28] Wie alt müssen die Kinder denn mindestens sein, damit sie okay.

Heike Tölle:
[59:30] Sechs und ab zehn gibt’s ja noch eine eine Alternative,
Ab zehn können die bei mir auch tatsächlich ähm einen kleinen äh Kettenanhänger aus Silber machen. Aus dem Material, aus dem auch die großen Arbeiten. Dadurch, dass es ein knetbares Material ist,
können die Kinder das und die können tolle Sachen machen schon. Mit zehn.

Micha:
[59:56] Sind die kreativer oder ein bisschen weil nicht denken, die sich eigene, individuelle Sachen aus oder haben die auch schon.

Heike Tölle:
[1:00:05] Teils teils. Also es gibt ähm Mädchen, die ich habe ja auch Formen, wie jeder Juwelier auch.
Die nehmen äh da eine Form. Oh, da mache ich mir einen tollen Engelsflügel, fertig aus. Ja? Ist schnell fertig. Ähm,
Aber es gibt auch welche, also ich hatte einmal ein kleines Mädchen da. Das Problem ist ja, wir müssen schnell arbeiten mit dem Material, weil es trocknet. Es trocknet uns auch unter den Händen weg. Es trocknet nicht erst unterm Fühlen, es trocknet auch schon so.
Ähm aber die hat wirklich es geschafft ähm ein ganz filigranes äh äh Hufeisen zu modellieren. Zum Beispiel,
Also äh das war schon schon große Schule mit zehn Jahren.

Micha:
[1:00:52] Sie mag Pferde und hat sich gedacht, dann mache ich ein Hufeisen.

Heike Tölle:
[1:00:55] Genau. Ja, die machen dann so ähm,
Wie halt ihr Hobby ist, ne? Mhm. Und ich habe dann ja auch entsprechende Texturen und auch kleine Stempelchen kann man ja auch reindrücken. Ähm für Kinder da,
mit Einhorn. Na, was geht ohne Einhorn? Nix. Ähm.

Micha:
[1:01:17] Mir geht alles ohne Einhorn.

Heike Tölle:
[1:01:19] Ja, bei mir eigentlich auch, aber nicht bei den Mädchen, ne, wir springen ja jetzt über die kleinen Mä.

Micha:
[1:01:23] Ja, war schon klar.

Heike Tölle:
[1:01:24] Und ähm Einhorn Biene,
Herzchen, Sternchen, klar, das ganze Mädchenprogramm und ähm einmal waren Mädchen bei mir, ich habe auch so eine so eine Form, ist auch eine vorgefertigte Form mit einer Biene,
und dann,
Er hat die auch immer rumgesucht und rumgesucht und dann stieß sie auf diese Biene und hat gesagt uh die mache ich mir auf einen Kettenanhänger, weil weißte warum? Ich heiße Maja,
Ist das nicht süß?

Micha:
[1:02:03] Leuchtet ein.

Heike Tölle:
[1:02:06] Ja, aber die, also die, die können das durchaus. Die Jüngste, die bei mir war, das war allerdings nicht beim Kindergeburtstag, weil da sage ich tatsächlich ab zehn. Ich muss ja mal davon ausgehen, die Eltern gehen weg,
Und ich bin ganz allein mit den ähm.

Micha:
[1:02:24] Aber das dauert dann ähnlich lang wie bei Erwachsenen, auch so drei, vier Stunden, aber.

Heike Tölle:
[1:02:27] Der Kettenanhänger dauert drei Stunden und ähm das mit den Perlen, also für die Kleinen, die halten nicht drei Stunden zur zur Stange.
nicht drei Stunden äh da ähm dass die dass die weiter machen mit irgendeinem mit einer Sache vor allen Dingen. Ähm das geht zwei Stunden,
Und äh die Jüngste, die da war, war acht. Und die hat tatsächlich äh die war mit ihrer Tante da,
und mit ihrer Cousine, die Cousine war aber auch schon im im Teeniealter und dann hatte die Tante angerufen, ob das funktioniert und dann habe ich gesagt, wenn wir drei unter uns bleiben, funktioniert das, dann kann ich ihr entsprechend helfen und so,
die hat sich tatsächlich auch ein ein total schönen Kettenanhänger gemach.

Micha:
[1:03:14] Ja. Äh du hast normalerweise Platz für maximal vier Leute bei dir, ne? Bei den Workshops.

Heike Tölle:
[1:03:21] Ähm wenn sie,
Sich zusammenwürfeln, was aktuell wegen Corona ja eh nicht möglich ist, ich würfel keine Leute mehr zusammen, aber wenn es eine geschlossene Gruppe ist,
dann hatte ich auch schon zehn da.

Micha:
[1:03:37] Ach so, okay.

Heike Tölle:
[1:03:38] Also bei geschlossenen Gruppen, äh da muss ich aber bei zehn sagen ist Schicht. Ähm weil ich habe nur zehn Mal Werkzeug. Weil so ein Satz, Werkzeug kostet halt auch eine Menge.
ähm das deshalb ist auch bei den bei den Kindergeburtstagen mit dem Silber, ist auch bei zehn ist Schluss.

Micha:
[1:03:56] Was für Werkzeug brauchen die denn.

Heike Tölle:
[1:03:58] Ähm na ja, es braucht jeder ähm es ist viel,
Das ist viel. Also es ist braucht erstmal jeder eine Unterlage. Das ist nicht schlimm, die mache ich selber. Ähm,
dann so eine Linoliummatte, dann gibt es so ein spezielles Teil, mit dem man die Ringschiene erstmal vorformt, ohne dass man’s groß mit den Fingern anfassen muss ähm,
Dann braucht jeder, man darf nicht zu dünn ausrollen, da gibt es so Abstandhalter, die man rechts und links daneben legt, legt und darüber rollt,
weil ein Ring braucht eine gewisse Stärke. Wenn ich das einfach ausrolle und der ist lappig dünn, dann kann ich ihn natürlich nachher verbiegen oder wird kaputtbrechen. Ähm,
diese Abstandhalter in verschiedenen Höhen,
jeder, dann braucht jeder einen Cutter, dann braucht jeder einen Pinsel, eine Pfeile, diverse Bürsten, eine Poliernadel, einen Gummiklotz,
einen Wasserbehälter, ein Poliertuch, äh wobei Poliertuchs einweg, wenn das benutzt ist, geht’s weg, aber ähm das lepert sich.

Micha:
[1:05:09] Ja wofür ist der Pinsel.

Heike Tölle:
[1:05:12] Der Pinsel ist um ähm entweder um um das nochmal irgendwie rum was anzufeuchten, wobei das beste Werkzeug ist immer der Finger,
Muss ich tatsächlich sagen ähm oder äh wenn man mit dieser Paste manchmal hat sich die Naht von innen nicht ganz verschlossen. Das sehen wir aber erst,
Wenn wir den Ring wieder vom Stock haben, von außen kann es wunderbar aussehen, das heißt aber nicht, dass die Naht, die wir gemacht haben, sich von innen auch verschlossen hat, richtig? Da muss die nachgebessert werden mit so einer Paste, die hat so die Konsistenz wie Ölfarbe.

Micha:
[1:05:48] Ist das die Paste, die.

Heike Tölle:
[1:05:49] Die ich dann auch.

Micha:
[1:05:50] Ausgehärteten, wieder.

Heike Tölle:
[1:05:52] Genau, die ich gegebenenfalls auch, also die kann ich fertig kaufen für meine Teilnehmer ist es natürlich immer die schickfertig gekaufte und ich benutze immer die, die ich mir selber zusammengemacht habe.

Micha:
[1:06:05] Also es ist ähnlich wie Löten oder Schweißen, um.

Heike Tölle:
[1:06:09] Die dient tatsächlich als als entweder als Lückenfüller. Man kann damit Strukturen auch machen. Also ich kann auch einen ganz schlichten Ring machen ohne irgendein Muster,
da im mit der Paste was drauf. Ich sag jetzt mal ganz hallo Klecksen,
Also da muss sich viele auch wirklich überreden. Überlasst es einfach dem Zufall. Mach was drauf und guck was rauskommt und es wird gut werden. Es ist tatsächlich so. Also wenn man, wenn die einfach so,
Und ähm das kann man damit machen ähm,
ja Sachen auch selbst wenn die schon gebrannt sind und es sollte mal irgendein Element abbrechen kann ich es mit dieser Paste wie Kleber eigentlich wieder drauf machen nochmal brennen und es wird sich wieder verbinden,
Die ist aus dem gleichen Material. Also es bleibt die Konsistenz, ist die gleiche, nur mit mehr Wasser. Das ist so Öl wie so eine Ölfarbe.

Micha:
[1:07:09] Ein bisschen dünner und dann aber wenn’s aus dem Ofen kommt ist der, es ist nicht mehr zu erkennen, sondern das sieht alles gleich aus, weil es auch das Gleiche ist.

Heike Tölle:
[1:07:14] Genau, alles gleich aus. Sieht alles gleich aus. Mhm. Alles gleich aus.

Micha:
[1:07:18] Okay. Okay. Aber du, also du bietest verschiedene Workshops an, aber du fertigst auch selber Schmuckstücke an,
auf Anfrage.

Heike Tölle:
[1:07:29] Auf Anfrage und zwar ähm sind das in erster Linie diese ähm diese Sachen mit den Fotos,
wo ich ja auch keinem verrate, wie ich das mache.

Micha:
[1:07:43] Überlegt schon die ganze Zeit.

Heike Tölle:
[1:07:47] Das dann äh ein Foto drin ist,
Da geht ähm fragen immer alle, was kostet das? Und es kostet zwischen neunundvierzig und neunundsiebzig Euro. Das Ding gibt’s in drei Größen. Diesen Kettenanhänger, aber,
Der Preis hat nichts mit der Größe zu tun. Mhm. Der Preis hat damit zu tun, wie gut,
Ist das Foto, das ich bekommen habe und wie lange habe ich das bearbeiten müssen? Das ist die Hauptarbeit,
Das machen dann, wenn ich alles so vorbereitet habe, das machen, dauert nicht lange,
Aber die ganze Vorarbeit, das Foto zu bearbeiten. Manchmal muss ich es auch in irgendwie eine wie so eine Comiczeichnung umwandeln, ja, weil es ähm dann kommt’s besser und es funktioniert ja am Ende nur über schwarz-weiß,
Diese Anhänger werden prinzipiell nachher mit Schwefel gesperrt, wieder rauspoliert und dann bleibt alles, was tiefer liegt, bleibt dunkler.

[1:08:50] Und ähm.

Micha:
[1:08:51] Das heißt, dass es die Oberfläche ist ziemlich glatt, die ist gar nicht so.

Heike Tölle:
[1:08:55] Nee, die ist ganz glatt. Die ist glatt.

Micha:
[1:08:56] Yeah, sondern ach so, okay.

Heike Tölle:
[1:09:00] Die ist glatt. Es ist ein ein ganz zarter Abdruck von dem Foto dann drin. Äh und wenn du das schwerst, dann bleibt dieser zarte Abdruck, der bleibt dunkler und ähm,
das Foto hat ja auch hochtief,
Und alles was tiefer liegt, bleibt dunkler und dadurch wird das Foto sichtbar. Also manchmal ist es so, dass wenn es aus dem Ofen kommt ähm muss ich schon mit der Lupe gucken,
Und ich sehe, dass tatsächliche Endergebnis wirklich erst, wenn ich es geschwärzt und wieder poliert habe,
und so kann’s mir auch passieren, dass ich Namen schmerzen, also nach dem kompletten Arbeitsvorgang feststelle,
Ich habe zum Beispiel mal bei einem Hund der hier der endete auf Y der Name,
Dem habe ich das halbe Yogaschnitten unten. Das habe ich aber erst gesehen, als es fertig war. Also musste ich’s nochmal machen, klar.

Micha:
[1:10:03] Und das bei den Fingerabdrücken funktioniert das auch so. Das ist.

Heike Tölle:
[1:10:08] Die sieht man tatsächlich auch ohne Schmerzen. Sie kommen natürlich besser raus, wenn du sie schwerst, klar,
Also das ist mal Geschmackssache. Die einen machen zu, die anderen machen’s so. Ähm,
Die einen sagen, wir wollen nur schmerzen, damit man’s besser sieht. Die anderen sagen nein, ich finde das jetzt so, so ganz silber, finde ich das schöner. Und ich fühle den Abdruck, das sagen übrigens auch viele, die von von Verstorbenen den
Abdruck machen. Ich sage, willst du es nicht schmerzen? Nein,
Mir ist in erster Linie wichtig, dass ich diesen Abdruck fühlen kann. Wenn ich mit dem Finger über den Ring gehe.

Micha:
[1:10:48] Okay. Ich stelle mir, da muss ja, vielleicht liegt’s an meinen großen Fingern, aber ein Ring, wo ein Fingerabdruck drauf passt, der ist ja jetzt auch nicht gerade klein, ne.

Heike Tölle:
[1:10:58] In der Regel. So es, es ist manchmal auch nicht der ganze drauf. Man kann ihn ja auch so, aber es ist.

Micha:
[1:11:06] Aber er ist nicht verkleinert, er ist schon original Größe, nur halt vielleicht abgeschnitten.

Heike Tölle:
[1:11:10] Also dieses Babyfüßchen war natürlich verkleinert, ist klar. Mhm. Sonst kriegst du kein Baby, was willst für einen Anhänger, ne, aber.

Micha:
[1:11:16] Ja, gut.

Heike Tölle:
[1:11:17] Ähm ich kann die auch, wenn wenn die in Papierform sind und ich muss da den Abdruck entsprechend zu Hause da vorbereiten. Dann kann ich die natürlich verkleinern. Aber das wird dann vorher besprochen,
So kann man was ich für meine,
für meine Nichte gemacht habe. Ähm wird inzwischen ihr zweites Baby, als sie ihr erstes Baby bekommen hat. Ähm sprach sie mich an. Hör mal, sie wollte ihr Mann zur Geburt,
der ist,
arbeitet so in so Stipsträger. Der muss immer einen Schlips um haben,
fein angezogen. Wollte sie dem äh zur Geburt ähm der ersten Tochter,
Manschettenknöpfe schenken ähm mit dem mit dem Herzschlag der ungeborenen Tochter drauf.

Micha:
[1:12:10] Man ich weiß,
ich weiß nicht mal, ich weiß nicht mal genau, was überhaupt Manschettenknöpfe sind, sind am genau. Am Blazer oder an.

Heike Tölle:
[1:12:18] Genau, das ist wo, womit man wo nee, damit man am Hemd an der Hemdmanschette, man schließt die, da ist kein Knopf an dem Hemd oder doch oder Mama kommt jedenfalls zusätzlich diese Dinger durch.

Micha:
[1:12:32] Okay. Also man kann, wenn man ein Hemd kauft und da ist dieser normale Kunststoffknopf, den kann man austauschen durch einen hochwertigen Manschettenknopf.

Heike Tölle:
[1:12:41] Ne, Manfettenknöpfe, das sind extra Hemden, die muss man dafür kaufen. Ja.

Micha:
[1:12:45] Gott. Ich meine, der Begriff ist mir geläufig, aber ich.

Heike Tölle:
[1:12:49] Ja, es ist nicht mehr so angesagt. Jedenfalls ähm mit dem mit dem Herzschlag der ungeborenen Tochter und dann hat sie mir so einen CD geschickt,
und ähm,
Da musste ich erstmal ein bisschen suchen, weil ich immer die gleiche Legierung brauche, also neunhundertfünfundneunzig. Ich brauchte jetzt also Manschettenknöpfe, die Ofen geeignet waren in neunhundertfünfundneunzig.
den Rohling. Die Platte habe ich dann ja selber gemacht. Ähm habe ich auch in England gefunden,
und ähm dann habe ich der diese Manschettenknöpfe gemacht,
Also im Prinzip auch ein ein man kann es so persönlich machen, ein hochpersönliches Geschenk, ja. Ähm.

Micha:
[1:13:37] Aber sind diese Herzschläge, sind die dann wirklich individuell? Nicht wirklich, ne? Also ist ja nicht wie ein Fingerabdruck, sondern die sehen bei allen ziemlich ähnlich aus, ne?

Heike Tölle:
[1:13:46] Ja, aber das ist einfach dieses Emotionale. Man weiß, das ist der von der Tochter und äh das ist der Herzschlag, da war sie noch gar nicht auf der Welt ähm das ist schon, das ist dieses Emotionale einfach.

Micha:
[1:14:00] Ja ja. Ja, verstehe ich schon. Ich hatte mich. Ja. Okay.

Heike Tölle:
[1:14:06] Ja und ja,
Da kommen ja die die verrücktesten Sachen. Ich habe ja auch schon mal einen Ring gemacht äh oder für meine Teilnehmerin, haben wir dann zusammen ausgemüsert. Gut, dass sie mir vorher Bescheid gesagt hat, weil da ging’s um ein Pferd. Ich habe mit Pferden nix am Hut,
Ähm die wollte also,
einen Ring machen in dem Haare von ihrem Pferd sind,
Und dann habe ich mich damit beschäftigt und Pferdehaarschmuck ist eine ganze Industrie,
wissen nicht glauben und die nehmen richtig viel Geld dafür.

Micha:
[1:14:43] Pferdehaarschmuck heißt Metallschmuck mit Pferdehaaren drin. Okay.

Heike Tölle:
[1:14:46] Mit echten Förderhaaren. Mit echt die Haare bleiben erhalten. Also die werden da nicht nur als Abdruck oder wie, die sind tatsächlich echt.

Micha:
[1:14:54] Ich meine nur, da werden jetzt nicht ganz so Schmuckstücke nur aus Pferdehaar. Ach so. Okay.

Heike Tölle:
[1:14:59] Gibt’s auch. Gibt’s auch. Es gibt dann so verflochtene Armbänder. Die haben dann zwar eine silberne Stieße, zum Beispiel, aber dieses Armband selber. Das ist an sich ein Zopf aus den Haaren des Pferdes,
So und die wollte jetzt einen Ring in dem in der Mitte ein kleiner Zopf,
Also der gering hatte in der Mitte eine Kuhle und in diese Kuhle sollte ein kleiner Zopf Pferdehaare. Ja. Ja,
Und dann äh musste ich erstmal habe ich habe ich eh nur zurückgeschrieben, die schrieb das Gott sei Dank vorher. Gut, dass wir drüber gesprochen haben, ich muss mich erstmal schlau machen,
und dann habe ich das gegoogelt und daher weiß ich auch, dass Pferdehaarschmuck eine richtige, das ist eine richtige Industrie, das glaubst du gar nicht. Wie viele es da gibt, die das anbieten und und es kostet richtig viel Geld.

Micha:
[1:15:54] Ich höre es zum ersten Mal, aber ich.

Heike Tölle:
[1:15:56] Ja, ich hatte es bis dahin auch nicht glauben wollen, aber es ist Fakt und ähm dann ähm.

Micha:
[1:16:04] Kein Schmuck für Pferde, Pferdehaarschmuck, könnte, ne? Ja, okay.

Heike Tölle:
[1:16:07] Nein. Für die Besitzer der Pferde. Ja.

Micha:
[1:16:12] Ich mein gibt’s ja wahrscheinlich auch für so Dressur.

Heike Tölle:
[1:16:15] Aus Pferdehahn. Mhm. Mhm. Und ähm,
Dann hatte ich also gelesen, man muss diese Pferdehaare erstmal ähm mehrfach mit Shampoo und ganz wichtig auch Spülung waschen,
Und dann hatte ich dir das geschrieben und dann hat die auch alles vorbereitet und dann kam sie und hatte schon verschiedene Zöpfchen in verschiedenen Breiten geflochten. Aus den Speifaren ihres Pferdes,
was ich nicht wusste, ist, dass die so fest sind, das ist richtig, ja. Ja hart, kann man schon mal sagen.

Micha:
[1:16:50] Sowie Schweineborsten oder.

Heike Tölle:
[1:16:51] Ja so ja wenn man so ein Pferd laufen sieht, denkt man das erst ganz geschmeidig das ist schon richtig fest. Und ich möchte nicht wissen.

Micha:
[1:17:02] Können den ja, die können den ja bewegen, ne? Oder? Der fliegt ja nicht nur im Wind.

Heike Tölle:
[1:17:06] Nein, nein, aber ich möchte nicht wissen, wie fest die sind, wenn die die jetzt nicht noch,
mehrfach mit Spülung bearbeitet hätte. Wäre noch fester wahrscheinlich.

Micha:
[1:17:13] Ja. Noch fester wahrscheinlich. Ja ja.

Heike Tölle:
[1:17:16] Und ähm ja, dann haben wir einen Ring tatsächlich gemacht, so wie sie sich das vorgestellt hat mit den mit den Pferdehaaren in dieser Rille. Und ähm als sie weg ist, sagte sie mir ein Foto,
Von einem Ring, der diesen wirklich täuschend ähnlich sah, der sollte vierhundert Euro kosten,
Wenn sie den hätte anfertigen lassen und und bei mir war es jetzt okay, neunundfünfzig für einen Workshop,
Vierundzwanzig für das Silber, dann hatte sie noch drei kleine Steinchen drin. Die kosteten auch nicht die Welt,
Sagen wir mal, sie ist mit fünfundachtzig Euro rausgegangen oder sechsundachtzig Euro. Ich sage, was machst du denn jetzt mit dem gesparten Geld?

Micha:
[1:17:59] Ja. Kannst du noch drei, vier Ringe.

Heike Tölle:
[1:18:01] Ja. Also das ist ähm das sind so Sachen ja kommt immer wieder irgendwas Neues verrückt.

Micha:
[1:18:12] Ich meine, der ist sogar individuell und selbst angefertigt, ne? Also.

Heike Tölle:
[1:18:17] Also wenn sie das jetzt bei diesem äh der das herstellt, also auch einer aus der Pferdehaarschmuck in Mustrie. Da hätte ihr tatsächlich vierhundert Euro dafür abgenommen.

Micha:
[1:18:29] Ja gut. Ja gut, die werden natürlich ihre Arbeitskosten damit, das muss ja nicht irgendwer anders machen, ne. Also es konnte ja noch mit rein, aber gut, das klar. Das große Unterschied.

Heike Tölle:
[1:18:40] Ja. Und äh ja, ich habe aktuell eine Anfrage für Ehinge,
Ja, stellt mich im Moment noch, ich bin auch schon wieder in England und sonst wo überall unterwegs. Ich kaufe immer viel in in England und Amerika, weil’s in Deutschland leider,
immer noch nicht so populär ist, diese Art der Schmuckerstellung,
äh in England und Amerika und Japan sieht das anders aus. Also da ist es total populär.

Micha:
[1:19:09] Was kaufst du da? Verkaufen. Das Zubehör.

Heike Tölle:
[1:19:09] Da kaufe ich Zubehör oder Texturen,
oder Fassung oder manchettenknöpfe,
in der entsprechenden Legierung ähm,
Also das ist in Deutschland wirklich schwierig ranzukommen und für diese Eheringe ich hoffe es kommt am Wochenende, dass ich das endlich ausprobieren kann und denen mal einen Prototypen schicken kann. Ähm soll es der keltische Knoten sein,
ja was für eine Herausforderung für mich auch.

Micha:
[1:19:45] Nur sprichwörtlich.

Heike Tölle:
[1:19:46] Ja

Micha:
[1:19:49] Was ist deren Bezug? Haben die was dazu gesagt?

Heike Tölle:
[1:19:51] Nee, nur, dass sie ähm dass sie das ganz schön finden. Und dieser keltische Knoten ist ja im Prinzip wie Infinity. Steht ja auch für Unendlichkeit. Ja. Äh ich denke, das ist so der Bezug.

Micha:
[1:20:06] So so eher bis ans Lebensende.

Heike Tölle:
[1:20:10] Können wir ja glauben.

Micha:
[1:20:14] Da hast du ja nix mit zu.

Heike Tölle:
[1:20:15] Sagte gestern eine Freundin von mir, ich könnte ja sagen, ich sage, ich finde das ungewöhnlich, weil meistens werden Eheringe ja doch aus Gold oder Weißgold oder so, ne,
aus einem Höherwertigeren Metall oder Platin äh gemacht und dann sprach ich gestern mit einer Freundin und dann sagte die, kannst du einfach ach für die drei bis sieben Jahre reicht der ja auch?

Micha:
[1:20:41] Ja, für dich wär’s fürs Geschäft, wär’s besser, ne?

Heike Tölle:
[1:20:45] Ja, na ja, jedenfalls und da soll ein besonderer Stein rein, den Stein habe ich gefunden. Dann braucht der Stein wieder eine,
Fassung in dieser Legierung, also für mich ist manchmal wirklich, wenn ich, wenn ich etwas für andere anfertige,
Das ist ja schon wie mit ähm,
ich suche mir, ich suche am längsten, suche ich, bis ich die Sachen beisammen habe,
Das machen, wenn ich erst alles, was ich dafür brauche beisammen habe. Jetzt brauche ich,
Irgendeine und die habe ich in England gefunden und habe auch gleich nicht nur weil sie mir selber gut gefielen, nicht nur eine, sondern reichlich viele Texturen bestellt. Ähm brauche,
Die kann ich, die sind nicht verloren. Ähm brauche ich,
Den Celtic Nord und ähm ja,
jetzt äh warte ich, dass das am Wochenende da ist, hoffentlich und ich schon mal ohne Stein, weil es ein recht teurer Stein, den bestelle ich natürlich erst, wenn ich das okay habe. Ähm dass ich den wenigstens schon mal einen Prototypen schicken kann.

Micha:
[1:21:57] Stein heißt dann was, zum Bei.

Heike Tölle:
[1:21:59] Ähm in diesem Fall ein Opal.

Micha:
[1:22:03] Okay.

Heike Tölle:
[1:22:05] Ein Halbedelstein,
Ein Opal irisiert so. Das ist eigentlich ein der wirkt fast durchsichtig, aber im Licht ähm ändert der ständig die Farbe? So, so wie Benzin in der Pfütze,
und ähm.

Micha:
[1:22:24] Schimmerte dann auch so Regen.

Heike Tölle:
[1:22:26] Ja, ja, der, der Schirm hat also jetzt nicht äh dann einmal in rot und so, der, der schimmert so wie so ein Regenbogen immer wieder anders so ein bisschen. Und äh ein echter Opal, du kannst, du kannst Fake kaufen. Das kostet nicht viel,
war ein echter Opal. Koch schon ein bisschen.

Micha:
[1:22:46] Was heißt fake, fake heißt, der ist ein künstlich hergestellt.

Heike Tölle:
[1:22:49] Mhm,
du kannst ja auch künstliche Rubine kaufen, du kannst ja künstliches Markt verkaufen, ist ja alles kein Problem.
damit der dann auch schön glänzt muss der von unten Licht bekommen,
Und dann war meine nächste Herausforderung eine Fassung in der passenden Regierung finden,
die von unten auch möglichst noch offen ist. Aber habe ich auch gefunden.

Micha:
[1:23:17] Das heißt, die Fassung muss irgendwie auf dem, auf den Ring montiert werden, aber trotzdem muss von unten noch Licht.

Heike Tölle:
[1:23:23] In diesem Fall soll sie soll der die kommt in den Damen ringen, soll der Darmring,
Offen sein hier und in der Mitte sitzt wie eingequetscht dieser Opal.

Micha:
[1:23:39] Okay. Gab gab’s schon Ideen, die du nicht umsetzen konntest.

Heike Tölle:
[1:23:47] Ähm ne.

Micha:
[1:23:51] Hatte eine längere Antwort erwarte.

Heike Tölle:
[1:23:52] Nee, irgendwie geht’s immer. Man man muss manchmal auch mit den Teilnehmern oder mit denen, die das haben wollen. Muss man einfach,
auch zusammen mal wie so eine Art Brainstorming machen. Mhm. Und dann kommt man nein. Dann kommt man dahin,
Also ich habe auch schon hier mit der mit der Sabine Pirik mit der Malerin,
hier inner, eine Etage unter uns, da stehen hinten in der Ecke, da stehen neben dem Yogastudio, stehen die Bilder an der Wand, so Gold und Kupfer,
Und und schwarz und Kupfer. Ähm die hatte ähm getrocknetes Baumharz von einem ganz bestimmten Baum, der ihr wichtig war und wollte daraus, das war riesig, das waren,
Fast fünf Zentimeter im Durchmesser. Dieser Klumpenbaumharz. Daraus wollte sie einen Ring machen,
und ähm dann habe ich gesagt, nee, da kommst du am besten nicht zum normalen Workshop, da kommst du mal nachmittags so vorbei,
und habe und habe mir vorher schon Gedanken gemacht, wir müssen ja irgendwie dieses Baumharz kannst du ja nicht, das würde ja schmelzen, bei achthundert Grad in den Ofen stecken,
Äh das müssen wir jetzt irgendwie da drauf kriegen. Und es sollte auch keine Fassung drum, es sollte das pure Baumherz aufm Finger sein,
Also unten eine eine große Schiene das Baumharz.

Micha:
[1:25:20] Silberknetmasse nur Baumharz.

Heike Tölle:
[1:25:23] Oben, von unten natürlich die das Silber, ne? Äh als als Ringschiene, aber hier oben drauf dieses Baumhar.

Micha:
[1:25:32] Ach so, deswegen der Ofen, weil den das Silber muss in den Ofen, das Harz kann da nicht rein.

Heike Tölle:
[1:25:38] Genau und äh dann habe ich ähm erstmal eine Schraube bestellt,
Ich glaube sieben Euro fünfzig, die Silberschraube, die haben wir dann mit eingebrannt und die Idee war, wir bohren in das Harz ein Loch,
Und verschrauben das. Ja, die Schraube starkte hier oben aus dem Ring und dann verschrauben wir das.
eigentlich eine gute Idee, muss man sagen, ne. Wenn das Harz nicht gemacht hätte, was es will, das Harz ist beim Bohren leider angefangen, wegzuplatzen,
Dann haben wir das ähm gelassen,
Also wir sind schon mit einem Handbohrer dran, ganz vorsichtig, also jetzt nicht mit der Bohrmaschine, ne? Schon ganz vorsichtig. Dann haben wir das gelassen,
So, jetzt war uns die äh wir hatten aber lange andere Idee, wie wir’s festbekommen, aber jetzt war uns die Schraube im Weg für sieben Euro fünfzig. Ja,
habe ich schnell den Seitenschneider genommen. Die Schraube oben Plan abgeschnitten und dann flogen sieben Euro fünfzig,
einmal quer durch die Werkstatt. Also von daher.

Micha:
[1:26:51] Gut. Also von daher. Leergeld.

Heike Tölle:
[1:26:54] Immer, ne. Das Wort, der Weg ist das Ziel. Es gibt immer einen Weg. Wir kriegen das hin.

Micha:
[1:26:58] Ja. Eigentlich, wir kriegen das hin. Okay.

Heike Tölle:
[1:27:01] Wir schaffen das.

Micha:
[1:27:03] Das heißt, in dem Regen befindet sich jetzt so ein Schraubenstumpf.

Heike Tölle:
[1:27:07] Nö war ja Plan abgeschnitten. Also da ist nichts mehr zu sehen. Ich hab’s wirklich komplett plan erwischt und.

Micha:
[1:27:14] Ach so. Okay.

Heike Tölle:
[1:27:15] Und da, wo man jetzt vermutet, dass da mal was war. Da ist sowas Harz drüber.

Micha:
[1:27:22] Ja, das meine ich, aber dadrunter steckt ja dann noch.

Heike Tölle:
[1:27:24] Da drunter ist noch äh ein Stück Schraube, ja.

Micha:
[1:27:28] Das heißt, sieht das so ähnlich aus wie Bernstein? Ja. Ist Bernstein nicht auch Harz, Baumharz,
Ich mein, ich war vor ein paar Jahren war ich in Danzig, da verkaufen sie ja an der Ostsee überall so Bernsteinschmuck.

Heike Tölle:
[1:27:42] Ja. Ja.

Micha:
[1:27:43] Meinen da gelernt zu haben, dass Bernstein dadurch entsteht, dass Baumharz irgendwie im Wasser.

Heike Tölle:
[1:27:48] Mhm. Und dieses war jetzt eben tatsächlich hart, so wie wie das manchmal an den Bäumen hängt. So hat die das da abgepflückt und trocknen lassen,
Und ähm also es war nicht mehr so weich und und das das klebt ja fürchterlich. Es war tatsächlich getrocknet, aber,
Es hätte natürlich wäre es sofort dahin geschmolzen, es hätten wir den ganzen Ofen womöglich kaputt gemacht. Hast du aber achthundert Grad reingetan hätten, klar,
Also es musste, das war von vornherein klar, es musste eine Lösung her, wie wir wirklich einen so großen Klumpen auf diesen Ring kriegen. Ist natürlich ein Statement der Ring, ne?

Micha:
[1:28:34] Aber der Klumpen hast du gesagt, dass fünf.

Heike Tölle:
[1:28:37] Ungefähr fünf Zentimeter im Durchmesser, ja?

Micha:
[1:28:40] Okay, aber du hast nicht den kompletten Klumpen verarbeitet.

Heike Tölle:
[1:28:43] Doch das wollte sie so. Auf einen Ring? Ja,
ist ein Statement.

Micha:
[1:28:50] Kriegt sie jetzt die Finger noch zusammen? Also.

Heike Tölle:
[1:28:53] Nein, der sitzt ja oben drauf. Hier unten ist der Ring nicht,
als meiner jetzt hier. Also das sitzt hier oben, das ist auf dem Fingerland.

Micha:
[1:28:57] Ach so, der an einer Stelle. Ach so, ich dachte, der wäre so einmal um den R.

Heike Tölle:
[1:29:02] Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein.

Micha:
[1:29:05] Ach so, also so ähnlich wie ein Stein.

Heike Tölle:
[1:29:05] Der sitzt wie ein wie ein Riesenstein obendrauf.

Micha:
[1:29:12] Ja, habt ihr den mal gewogen?

Heike Tölle:
[1:29:15] Nee. Aber.

Micha:
[1:29:18] Hergestellt ha.

Heike Tölle:
[1:29:20] Also wir haben auch lange rumgemacht. Ich glaube fünf Stunden oder was? Für nur eine Teilnehmerin ist das lange.

Micha:
[1:29:30] Und was was genau war dann die Lösung? Wie habt ihr den jetzt da drauf gekriegt.

Heike Tölle:
[1:29:33] Tatsächlich ich hatte noch auf den Ring als als Unterkonstruktion, als Stütze noch da war noch oben wie so ein Kreuz,
Wie so ein kleines Kreuz und ähm aus so silberstreben. Und in diesem Kreuz mittendrin war die Schraube. Die hatten wir ja jetzt weg,
Und wir haben den tatsächlich verkleb,
Also wir haben ihn tatsächlich verklebt und sie hat dann zu Hause noch, da war ein Hohlraum nach und nach immer wieder Kleber reingemacht, bis der komplette Hohlraum geschlossen war,
Also immer wieder aushärten lassen, wieder reingemacht, unterhält bis heute.

Micha:
[1:30:15] Also zwischen dem Kreuz und dem Harzklumpen war.

Heike Tölle:
[1:30:17] Genau. Also dieses dieses Kreuz war schon ein Stück in dem Harzklumpen drin, in dem Hohlraum, der,
wie unten drunter war. Und ähm so.

Micha:
[1:30:29] Der Harzklumpen war gar nicht mehr wirklich zu verformen. Ne?

Heike Tölle:
[1:30:32] Nein, der war fest, aber der hatte in, wie ein Hohlraum.
Und passend in diesen Hohlraum hatten wir dieses äh Kreuz reinmodelliert,
und der Plan war, dass mit der Schraube zu verschrauben, das hat nicht funktioniert und dann haben wir das tatsächlich, diesen Hohlraum komplett, also wir haben’s erst nur ein bisschen gemacht,
und sie jetzt dann zu Hause weitergemacht, weil es ja immer wieder trocknen musste. Ähm komplett den Hohlraum aufgefüllt mit Sekundenkleber.

Micha:
[1:31:06] Das hat auch nochmal ein paar Wochen gedauert oder.

Heike Tölle:
[1:31:08] Ja, es hat schon ein paar Tage wohl in Anspruch genommen, aber der Ring ist, da brauchen wir eigentlich drüber sprechen, den hat keiner. Nö. So ein Ring halt keiner.

Micha:
[1:31:18] Aber den trägt sie auch oder ist wow. Fällt auf jeden Fall auf. Aber du hast bei dir doch bestimmt auch Ausstellungsstücke, ne.

Heike Tölle:
[1:31:32] Ich hab ja, ich hab natürlich also ich hab welche die in erster Linie als Muster für die Teilnehmer dienen,
dann gibt’s eine kleine Ecke,
Da liegen welche, wo ich sagen muss, also ich sage ihr könnt all diese Ringe, die hier liegen, nachmachen, außer die in der Ecke. Die sind für Anfänger nicht geeignet. Sage ich sofort.

Micha:
[1:32:00] Bei den Workshops sind meistens Anfänger oder gibt’s auch welche, die regelmäßig wieder.

Heike Tölle:
[1:32:04] Es gibt welche, die regelmäßig wiederkommen, aber auch wenn es das zweite Mal machst, bist du noch lange nicht fortgeschritten. Mhm.

Micha:
[1:32:12] Hast du mal weißt du wie viele du ungefähr schon gemacht hast.

Heike Tölle:
[1:32:16] Nein.

Micha:
[1:32:17] Lässt sich nicht wirklich zählen, weil du bei vielen geholfen hast und sie nicht komplett selber gemacht hast, ne?

Heike Tölle:
[1:32:22] Ja, es lässt sich auch nicht zählen, wie viele ich tatsächlich gemacht habe. Also ich wenn ich nochmal auf die, auf die Anfänge zurückkomme, ne,
bin irgendwann ja zu dem Schluss gekommen, ich muss mal einen Kurs machen. Autodidaktisch wird das hier am Küchentisch nichts. Ja, ne? Mit meinem und ähm,
dann äh bin ich ja auf die Frau gestoßen, die das Material aus Japan nach Deutschland geholt hat,
Und die im Auftrag des Herstellers diese Zertifikate auch vergibt, dass man selber Kurse geben darf. Also man muss da zertifiziert sein.

Micha:
[1:33:02] Ach so, wenn man das Material einkauft, dann äh.

Heike Tölle:
[1:33:07] Muss man man kann es.

Micha:
[1:33:10] Darf keine Kurse anbieten.

Heike Tölle:
[1:33:11] Genau. Also man man braucht so ein, ja, der hat wird natürlich trotzdem gemacht. Es wird jetzt nicht hier. Wer weiß, wie streng. Aber ähm äh die vergab auch die Zertifikate, dass man die Kurse geben darf.
Und dann habe ich gedacht ähm keiner mach’s doch gleich richtig. Und dann bin ich ähm.

Micha:
[1:33:33] Aber das war jetzt noch äh.

Heike Tölle:
[1:33:36] Das war noch neben meinem Job. Hm das war ja mal mein Plan für die Rente,
Und äh dann bin ich tatsächlich ähm für eine Woche in die Oberpfalz gefahren,
und habe dort jeden Tag, ja, waren immer so acht bis zehn Stunden waren wir da zu Gange. Und ähm es äh,
Durfte auch nicht. Ich glaube, inzwischen hat sich das ein bisschen geändert, als ich das gemacht habe, war das noch nicht so. Es mussten,
bestimmte Schmuckstücke hergestellt werden. Nach Herga, nach äh äh Vorgaben des Herstellers,
jetzt auch keine Rolle, ob dir die gefallen haben oder nicht, du musst es machen,
Den Ring, den Anhänger, was da vorgegeben war, ja.

Micha:
[1:34:22] Es gab also auch die Möglichkeit, das Zertifikat,
Ende des Kurses gar nicht zu bekommen, sondern man ihr habt sowas wie Meisterstücke.

Heike Tölle:
[1:34:30] Wir wir mussten bestimmte Stücke machen und die mussten gelingen und es gab auch äh für jedes Stück du du hast das Material bekommen, was du dafür brauchst,
Ist es in die Hose gegangen, hast du aber kein Neues bekommen. Du musstest dann entweder flicken,
oder es irgendwie anders verbessern. Also es gab keine zweite Chance. Und bei mir ist das auch die ganze Woche gut gegangen,
Und beim letzten Teil beim hier. Beim Masterpeace,
Da ist es passiert ähm dass mir der Ring tatsächlich in vier Teile gebrochen ist. Und ich musste ja noch aus der Oberpfalz nach Hause fahren. Da fährst ein bisschen, ne.
Und ähm war eigentlich äh guter Hoffnung, ich kann um zwei Uhr los, ja.

[1:35:27] Und dann ist ähm es musste in einen Ring in dem getrockneten Zustand etwas reingefeilt werden,
und es war auch kein einfacher Runderring, der war nach oben noch so ein bisschen erhaben. Also lass es nach oben noch dicker war als, ne? Ja,
und beim Pfeilen dieses Musters ähm ist der mir in vier Teile gebrochen. Ich musste den also mit dieser besagten Paste,
flicken, wieder feilen,
Nochmal flicken, trocknen lassen, wieder glatt machen, nochmal, nochmal, nochmal und ähm.

Micha:
[1:36:08] Aber wenn du vier Bruchstellen hast und du das mit der Paste wieder flicken musst, wird dann hast du dann plötzlich nicht einen Ring mit einem viel größeren Durchmesser?

Heike Tölle:
[1:36:15] Nein. Mhm. Das ist so minimal. Mhm. Nö. Das nein, das das schlägt nicht zu Buche,
Das Schlimme ist, der der hatte sonst kein Muster, der war glatt, also außer das, was man reinritzen musste. Dass du die Risse siehst und das durfte man nachher nicht,
Und das war eine unheimliche Arbeit ähm,
dass immer wieder mit mit wirklich mikrofeinem äh äh nass Trockenschleifpapier so glatt zu machen, ohne dass er widerbricht. Natürlich, der war jetzt sehr fragil. Noch fragiler,
Ähm dass du nachher, als er gebrannt war, du hast,
keine Berufsstelle gesehen. Das war die Kunst. So. Und das ist mir Gott sei Dank gelungen. Allerdings nicht wie geplant um vierzehn Uhr, sondern um achtzehn Uhr.
weiter nachts zu Hause. Nach einer ohnehin harten Woche.

Micha:
[1:37:12] Mit Zertifikat.

Heike Tölle:
[1:37:14] Mit zweien sogar. Ja ja, Stufe eins und zwei. Level.

Micha:
[1:37:20] Zwei ist dann auch das letzte oder gibt’s.

Heike Tölle:
[1:37:22] Nee, es gibt dann noch Gold. Ähm aber Gold habe ich nicht mehr gemacht. Weil einfach das ist zu teuer und ich selber mag nicht so gern Gold.

Micha:
[1:37:31] Also gold nicht wie Goldmedaille oder.

Heike Tölle:
[1:37:33] Nein, sondern dieses Zertifikat extra mit dem für das Materialgold nochmal, ja. Das habe ich nicht mehr gemacht. Und jetzt bin ich äh Instructor, Level zwei.

Micha:
[1:37:46] Und das ist jetzt wie lange her.

Heike Tölle:
[1:37:49] Das ist jetzt ähm sechs Jahre her.

Micha:
[1:37:53] Und da warst du noch in in Detmold.

Heike Tölle:
[1:37:57] Da war ich noch in Det.

Micha:
[1:37:58] Wolltest du das nebenher machen und.

Heike Tölle:
[1:38:00] Ich wollte das nebenher machen und ähm das war der Plan. Äh wenn ich dann mal in Rente bin. Ja, also wenn mein Ex-Mann und ich mal die Firma verkauft haben,
ja aber erstens kommt’s ja anders und zweitens als man denkt. Und jetzt ähm ist es ähm,
ist der der Plan, das war mein Plan B hier in Dorsten, dass ich irgendwann gedacht habe, äh wenn gar nichts mehr geht mitm Job,
dann machst du das. Irgendwann ist das, also es war lange, lange im im Hintergrund, dieses ganze Kreative und irgendwann ist es wieder gekommen und dann habe ich gedacht,
fühlt sich jetzt richtig an. Du machst das jetzt.

Micha:
[1:38:48] Das heißt es geht weniger um das Handwerk, sondern es ist mehr die die Kunst oder das der kreative Aspekt oder die Kombina.

Heike Tölle:
[1:38:57] Ja, es ist so ähm du kannst nicht, du kannst nicht auf Knopfdruck kreativ sein, kannst du nicht, als das ähm als da in in Detmold alles zusammenbrach habe ich tatsächlich,
ein Jahr lang,
Kein einziges Schmuckstück gemacht. Äh ich habe oft in in meinen, ich hatte ja im Haus eine Werkstatt, ich habe oft da gesessen, ich hatte das Material ausgepackt,
Und mir fiel nichts ein. Und das hat mich so fertig gemacht, dass ich gedacht habe,
Das ist weg, das ist tot. Ähm,
und äh dann bin ich eines Sonntags, aber es war wirklich fast ein Jahr. Eines sonntags mit meinem Hund im Regen im Wald spazieren gegangen,
und dann habe ich irgendwie so,
geguckt und und ich weiß nicht mehr, wie es kam. Jedenfalls habe ich gedacht, guck mal als kleine Mädchen,
Da haben wir uns früher immer aus den Blätternringe gemacht oder aus den Grashalmen. Hat man doch als kleines Mädchen hat man sich da immer so. Also meine Generation zumindest hat sich da immer so so Ringe gemacht und ähm.

Micha:
[1:40:15] Also so Gras, solange Grashalme.

Heike Tölle:
[1:40:17] Und dann einfach rum rumgewickelt um Finger oder ein Blatt um Finger gewickelt. Und dann war ähm,
ja, dann hatte ich es ganz eilig nach Hause. Die Idee war da und dann bin ich tatsächlich in meinen Garten und habe ein ein Blatt äh äh genommen, was auch lang genug war. Ähm,
Bin in die Werkstatt, habe dies Blatt in das Silber abgedrückt, habe das um den Ringstock gewickelt, so wie wir das als kleine Mädchen mit den Blättern gemacht haben und habe diesen Ring in Silber nachempfunden und dann war der Knoten wieder geplatzt,
und ähm der Ring liegt da in der Vitrine,
Und irgendwas scheint der auszustrahlen. Ich hätte ihn schon tausend Mal verkaufen können,
Ja, aber es ist tatsächlich der einzige Ring, der absolut unverkäuflich ist,
Ton aus.

Micha:
[1:41:14] Äh ich hoffe nicht, dass ähm es war hoffentlich hoffentlich nur der Monitor.

Heike Tölle:
[1:41:21] Der absolut unverkäuflich ist.

Micha:
[1:41:25] Sein, der Erste war aus dieser Phase.

Heike Tölle:
[1:41:27] Weil der mir so viel bedeutet, weil das war ja, das war ja für mich ähm ich sage mal, mein Job war weg, Mann war weg, die Kinder waren aus dem Haus, das war für mich die schlimmste Zeit, die es überhaupt gibt,
Und dann denkst du noch, du hast, dass das jetzt auch noch verloren und dann kommt das wieder. Und ähm darum bedeutet er mir so viel. Nicht weil er besonders ist. Ich könnte den hundertmal wieder machen,
Nein. Und ähm.

Micha:
[1:41:57] Ja, ich verstehe, ich habe in der Vergangenheit ja nicht allzu viel so kreatives gemacht. Ähm,
Ich dachte auch immer, ich wäre nicht so der Kreative, aber jetzt so über meine jetzige Tätigkeit bekommt so ein paar kreative Elemente. Wobei was mit Kreativität gemeint ist, ist ja auch,
versteht ja vielleicht auch jeder so ein bisschen was anderes drunter. Man kann ja auch, ne, ich habe die letzten äh ich habe habe ja über sieben Jahre an der Uni in Kiel gearbeitet.

[1:42:23] Und und habe da unter anderem an meiner Distertation geschrieben und selbst das Verfassen wissenschaftlicher Texte bedarf einer wissen gewissen Kreativität,
einfach das Formulieren,
des Textes und so oder des, das Ausgestalten von Abbildung, das ist jetzt nicht ist jetzt keine künstlerische Tätigkeit, da kann man sich jetzt nicht da kann man sich jetzt nicht ausleben, ja.

Heike Tölle:
[1:42:45] Nee und bei mir war’s äh war’s früher manchmal wirklich so,
Ähm da bin ich durch den Wald gegangen, auch mit dem Hund oder ich habe geputzt zu Hause, spielt überhaupt keine Rolle,
und dann kommt dir eine Idee nach der anderen, ja? Und dann kannst du es kaum erwarten, dass du dich hinsetzen kannst und kannst es ausprobieren oder machen. Ja? Und das war ja weg,
Und dann kam das aber Gott sei Dank wieder. Also ähm da bin ich ganz dankbar. Dass es wieder da ist.

Micha:
[1:43:21] Ja, kann man dann auch nicht erzwingen, ne, sondern.

Heike Tölle:
[1:43:23] Nein, das kannst, das ist, was ich sagen will, du kannst das nicht erzwingen. Mhm. Du kannst das nicht erzwingen. Ich habe mich oft oft wirklich hingesetzt und ich wollte was machen. Ich habe es mir fest vorgenommen. Und habe alles vorbereitet, alles ausgepackt,
Und dann fiel mir nichts ein. Dann habe ich da so ein bisschen rumgemacht und dann ach nee, ach nee, äh ja und dann kannst du es lassen.

Micha:
[1:43:48] Ja, ich glaube deswegen dachte ich,
silber, lange Zeit, dass so künstlerische und kreative Tätigkeiten nichts für mich sind, weil ich kannte das also aus der Schule, aus dem Kunstunterricht oder so so ähnlichen Veranstaltungen ähm,
Weil irgendwie, ich hatte immer das Gefühl, ich ähm,
Das fühlt sich nicht so nach nach Arbeit an, ne? Also ich dachte immer, wenn ich ein Projekt habe, wo ich weiß, da kann ich mich jetzt hinsetzen, dann kann ich einfach weiter arbeiten
oder wenn ich einfach nur im Garten ein Loch buddele für was auch immer, ja, da da brauche ich keine Eingebung für so, das ist wenn ich will, dann gehe ich raus und buddele weiter
Dann habe ich, wenn ich sage, ich gehe jetzt zwei Stunden buddeln, dann habe ich nach zwei Stunden auch,
Mit Sicherheit was geschafft und eine kreative Tätigkeit besteht dann oft darin einfach mal eine Zeit lang nur da zu sitzen und irgendwie nicht zu wissen äh wie man jetzt weitermachen soll,
Und das wirkt dann wie verlorene Zeit oder unproduktive Zeit, aber letztendlich kommt man da auch nicht drum herum, ne, sondern die hat man dann immer. Die hatte ich auch beim beim Schreiben,
Ja, es, es gab Tage dafür, mir das Schreiben relativ leicht, aber üblicherweise nicht so wirklich, ne. Man jeder tickt ja auch ein bisschen anders.

[1:45:00] Zum Beispiel, also wenn ich morgens ins Büro gekommen bin,
konnte ich nicht sofort anfangen mit Schreiben oder lesen ähm,
sondern ich brauchte irgendwie was handfestes. Also wirklich Arbeit, wo ich weiß, die kann ich jetzt erledigen und dann habe ich zumindest heute. Heute schon mal was geschafft und dann kann ich anfangen zu schreiben, weil ich weiß ja nicht,
ob ich hier jetzt heute wirklich was zu Papier kriege oder ob das nur was wird, was ich dann irgendwann wieder übern Haufen werfe und umformuliere oder so. Und.

[1:45:31] Aber gut an manchen Tagen ging das dann und an manchen Tagen ging’s auch ziemlich gut und dann ja dann musste ich so die Welle reiten, aber,
dann war auch klar, das geht hier nicht viele Stunden, sondern das kann ich jetzt vielleicht vier, fünf Stunden machen,
Vielleicht kommt eine Unterbrechung, dann bin ich raus, was auch immer, aber selbst wenn nicht, irgendwann bin ich so ein bisschen müde, vielleicht fuffzehn und sechzehn Uhr und dann geht schreiben einfach nicht mehr. Aber ich hatte viele Tage,
Wo ich dann irgendwann im Laufe des Nachmittags gemerkt habe, okay, mit Schreiben ist jetzt heute nichts mehr. Das lasse ich jetzt sein, aber zum Beispiel programmieren kann ich immer. Und dann habe ich oft irgendwann um sechzehn Uhr,
Mit dem Gefühl eigentlich schon müde zu sein und heute nicht mehr viel zu schaffen,
Habe ich dann angefangen oder habe ich dann irgendwas weiter programmiert? Ich habe dann so Modellsimulationen gehabt und so. Und teilweise habe ich dann da noch wieder Stunden dran gesessen, weil das kann ich, das kann ich irgendwie immer, da habe ich immer die Konzentration für. Aber so schreiben,
oder andere kreat.

Heike Tölle:
[1:46:34] Ja

Micha:
[1:46:35] Tätigkeiten sind ein bisschen schwierig, aber das hat sich so die letzten zwei, drei, vier Jahre bei mir auch ein bisschen gewandelt und jetzt wenn ich fange jetzt hier eigentlich erst an zu produzieren, aber diese,
Ganze Projekt habe ich zweitausendsechzehn so als da habe ich’s dann wirklich gestartet, aber nur so ganz langsam, da habe ich dann neben der Arbeit,
Ähm oder nach der Arbeit habe ich mich mal eine halbe Stunde hingesetzt und atmest schon mal ein bisschen äh die Webseite programmiert und oder irgendwas recherchiert oder so. Ähm,
Also es hat nur ganz, ganz langsam angefangen und ja mittlerweile verbringe ich da ja viel Zeit mit,
und somit denke ich da auch ständig drüber nach und auch wenn ich zu Hause bin, dann fallen mir Sachen ein,
sowas das lässt sich nicht planen, ne? Dann denke ich, oh ich könnte zum Beispiel auf der,
Auf der Webseite könnte ich noch dies oder das ändern oder irgendwie denn dann habe ich in einem Fall, weiß ich nicht, als ich noch kein Cover hatte oder so und dann kommt mir irgendwann, wenn ich eigentlich gar nicht aktiv drüber nachdenke, kommt mir plötzlich die Idee, ach so, vielleicht.

Heike Tölle:
[1:47:39] Was ich sagte, wenn du im Wald bist oder am Putzen. Oder irgendwas, ne, dann kommt das auf einmal und dann.

Micha:
[1:47:47] Ich weiß jetzt auch nicht mehr genau wo wir waren, aber ich wollte nochmal nach dem Ofen fragen, äh das ist ein spezieller Ofen für Schmuck und der kann achthundert Grad oder vielleicht.

Heike Tölle:
[1:47:57] Der kann tausend Grad. Der kann tausend Grad ist aber bei Silber nicht angesagt, Silberschmilz bei neunhundert.

Micha:
[1:48:04] Orea. Okay, tausend bräuchte man dann für was für Gold oder andere Sachen. Also, ist ja auch egal. Aber du brauchst.

Heike Tölle:
[1:48:13] Also ich brauch die tausend Grad, äh wenn ich eine sogenannte äh gibt’s ja auch beim Backofen,
Pyrolyse oder wie heißt das? Wenn sich das Gerät selber reinigt. Also es ist damit löse ich der Mustern eine Stunde bei tausend Grad an sein, dann reinigt der seine Wände selber.

Micha:
[1:48:32] Ach so, ich habe das gestern bei meiner Mikrowelle gemacht, aber da ist es wahrscheinlich ein anderer Prozess und Regikt, dauert’s auch nur fünf Minuten. Weil ich hatte, ich hatte Kaiser Kaiserschmarrn gemacht und dadrin vergessen.

Heike Tölle:
[1:48:41] Genau. Bei dem Backöfen gibt’s ja sowas auch. Dass man die äh entsprechend einstellt und dann reinigen die sich selber und,
wenn ich den jetzt von innen mal wieder richtig in Schuss bringen will, ähm dann braucht er mal eine Stunde tausend Grad.

Micha:
[1:48:58] Okay. Aber das heißt, das ist ein spezieller Schmuckofen, der ist dann wahrscheinlich auch nicht allzu groß.

Heike Tölle:
[1:49:04] Genau, da ist ziemlich klein.

Micha:
[1:49:05] Okay, deutlich kleiner als ein normaler Backofen. Ja, mich.

Heike Tölle:
[1:49:08] Wesentlich kleiner. Wesentlich kleiner. Also da passt tatsächlich ähm,
ich sag mal so so acht bis zehn Ringe kriege ich da rein.

Micha:
[1:49:21] Okay. Auf diesem.

Heike Tölle:
[1:49:23] Auf die Fläche unten, die müssen ja alle auch ein klein bisschen auf Abstand stehen und so, ja. Aber dann ist auch Schicht.

Micha:
[1:49:30] Okay. Aber wenn du die Ringe auf diesem, ich weiß nicht, wie du die eben genannt hast. Ja.

Heike Tölle:
[1:49:35] Keramikstopper, ja. Die nehmen deswegen ja nicht mehr Platz. Die die Stopper stehen ja im Ring drin, innen. Also der Außendurchmesser bleibt.

Micha:
[1:49:45] Ja, ich dachte, vielleicht haben die irgendwie noch einen breiten Fuß oder so. Okay. Ähm,
das ist äh die ganzen Motive und so, äh die kann man ja mitverfolgen, wenn Leute sich informieren wollen, äh wo können sie das am besten tun.

Heike Tölle:
[1:50:01] Ähm entweder auf meiner Facebookseite.

Micha:
[1:50:04] Ja. Heikes Werkstatt, alles zusammengeschrieben, glaube ich, ne? Ja. Ich verlinke das in den Sendungsnotizen, aber wir können’s ja nochmal dazu sagen.

Heike Tölle:
[1:50:12] Ja oder auf meiner Homepage WWW Heikes Minus Werkstatt Punkt Punkt DE.

Micha:
[1:50:20] Okay. Und ich habe gesehen auf Pinches, hast du auch Fotos.

Heike Tölle:
[1:50:24] Gönnau auf Pinterest äh bin ich auch. Ähm da gibt es Workshop in Heikes Werkstatt,
da stelle ich nicht immer, da bin ich ein bisschen nachlässig, gebe ich zu, aber da stelle ich gelegentlich ähm Teilnehmerarbeiten auch ein. Aber die Teilnehmer arbeiten, wenn man da gucken will, was andere Teilnehmer gemacht haben
da ist man am besten bei Facebook aufgehoben. Okay. Weil es warten immer schon alle, dass ihre Ringe dann kommen,
Also direkt nach dem Workshop oder einen Tag später sind die dann auch bei Facebook.

Micha:
[1:50:56] Ja. Und die Workshops finden dann, die müssen ja wahrscheinlich dann immer hier stattfinden wegen dem Ofen und dem.

Heike Tölle:
[1:51:02] Genau, wegen dem ganzen Equipment.

Micha:
[1:51:04] Genau und hier ist also wir sind Nachbarn, wir sitzen beide in der Lohnhalle im Kreativquartier fürs Leopold, in Hervesdorsten. Ähm genau, das heißt Leute können Termine.

Heike Tölle:
[1:51:16] Äh man kann, das ist noch viel einfacher. Ähm also man kann mich natürlich gern anrufen. Mhm. Oder anschreiben. Ähm aber man kann auch tatsächlich auf meiner Homepage äh unter dem Tab Buchung,
kann man sich einen Wunschtermin suchen und den buchen.

Micha:
[1:51:36] Wunderbar. Und jetzt gibt’s äh aufgrund der Pandemie irgendwas Bestimmtes zu beachten.

Heike Tölle:
[1:51:42] Ähm aufgrund der Pandemie gibt es zu beachten ähm für die Teilnehmer eigentlich nicht,
Die können ganz normal buchen und ich treffe hier halt entsprechend meine meine Vorsichtsmaßnahmen äh das heißt sobald,
mehr als zwei Plätze oder mindestens zwei Plätze in einem Workshop gebucht sind, ist er automatisch ausgebucht,
weil ich nicht möchte ähm,
Die Leute kommen ja teilweise, ich hatte schon aus Paderborn oder aus dem Bergischen Land, welche, also die nehmen auch einen weiten Weg teilweise auf sich. Ähm und ich möchte halt in diesen verrückten Zeiten,
im Moment nicht, dass sich Leute aus Paderborn zum Beispiel vermischen, mit Leuten aus Duisburg und Essen und ähm,
oder vielleicht sogar Köln. Und deshal.

Micha:
[1:52:37] Austauschen.

Heike Tölle:
[1:52:38] Genau und deshalb äh ist es so, wenn wenn nur eine Person bucht, äh dann ist es mit dem Abstand alles wunderbar, ist es auch mit vier Personen, aber wenn nur eine bucht,
gucke ich, dass ich noch eine zweite dazu bekomme. Aber sobald äh eine Person zwei Plätze bucht,
Kommt niemand anderes mehr dazu.

Micha:
[1:53:03] Okay. Also es sind auf jeden Fall sehr kleine Gruppen. Und bei den.

Heike Tölle:
[1:53:06] Ja, also wenn einer natürlich drei Plätze bucht, vier Plätze bucht, ist, ist klar, ne, dann dann sind die vier unter sich, aber äh oder die fünf habe ich jetzt im Oktober, habe ich auch eine Gruppe mit fünf. Aber jeder bleibt unter sich.

Micha:
[1:53:21] Gut, wenn’s ein Haushalt ist, dann ist es ja okay, ne.

Heike Tölle:
[1:53:24] Inzwischen nicht mehr. Man kann ja mit zehn Mann in der Kneipe sitzen. Also das haben wir ja.

Micha:
[1:53:29] Naja, ich meine erst recht, wenn’s ein Haushalt ist.

Heike Tölle:
[1:53:32] Ja oder sind da es sind bei mir sind’s ja oft Freundinnen. Mhm. Ne, also.

Micha:
[1:53:38] Okay. Ähm,
Gut, dann wissen die Leute schon mal, wie sie dich kontaktieren können und ähm dann ich habe äh wenn ich mir jetzt was anfertigen lassen wollen würde, ja, ich habe mal,
Ich hab nicht wirklich Schmuck, ich hab nur diese beiden Ketten hier. Ja, aber sagen wir mal, ich hätte gern einen Kettenanhänger, ich meine die eine Kette ist ein bisschen dünner, die ist schwarz. Äh das passt jetzt nicht so richtig zu Silberschmuck,
Aber die hier, die ist ein bisschen bisschen dick. Ja, eine dicke,
hätte. Äh wenn ich da einen Anhänger für anfertigen wollen würde, komme ich dann auch mit zehn Gramm aus.

Heike Tölle:
[1:54:21] Ähm nein, da äh ein Anhänger muss nicht so, ich sagte ja vorhin, dass man so so Abstandhalter braucht, dass man nicht zu dünn ausrollt,
ähm ein Anhänger muss nicht so viel aushalten wie ein Ring, den rollt man dünner aus. Also du kriegst im Prinzip aus den zehn Gramm,
mehr Fläche als beim beim Ring, weil der Ring dicker ausgerollt werden.

Micha:
[1:54:46] Und der Anhänger ist da nur so, weil sie nicht zwei Milli.

Heike Tölle:
[1:54:47] Ja, aber ich sage mal an das Teil, also unter fünfzig Gramm.

Micha:
[1:54:53] Anhänger. Fünfzig Gramm.

Heike Tölle:
[1:54:56] Wirkt das ja gar nicht.

Micha:
[1:54:59] Ich hab halt keine Ketten, das ist das Einzige, was ich gefunden hab.

Heike Tölle:
[1:55:02] Also da muss schon ordentlicher, ich habe aktuell neu eine Form von einem Skal. Ich empfehle den Skal da dran.

Micha:
[1:55:11] Totenkopf. Ja, das ist nicht so mein Metier.

Heike Tölle:
[1:55:14] Aber passt zu der Kette.

Micha:
[1:55:16] Da kommen wir nicht ins Geschäft. Aber.

Heike Tölle:
[1:55:18] Kannst du auch ein Bienchen haben. Was?

Micha:
[1:55:23] Aber ich hab hier mein stilisiertes Geh, das ist eigentlich nur meine Website Icon, deswegen ist das sehr schlicht,
genau, das was du neben dir siehst. Ja. So, das ist innen das also stilisiert ist eigentlich schon übertrieben, ist eigentlich nur ein G, was zu leicht nach links gekippt ist. Also es gehe einer bestimmten Schriftart. Ähm,
Und um das G herum ist dann noch jetzt hier in dem Fall in weiß so ein dicker Rand. Ja. Ne, das heißt,
Wenn ich mir das als Anhänger machen wollen würde, also sagen wir mal das, was hier weiß ist der Rand,
man aus der Knetmasse formen und dann das G einfach leer lassen. Und oben irgendwie so ein.

Heike Tölle:
[1:56:07] Wenn du gut mit dem Cutter bist, kannst du das G ausschneiden oder ähm die Heike macht ihren Stempel.

Micha:
[1:56:19] Gut, nehmen wir mal an, ich bin nicht gut mit dem.

Heike Tölle:
[1:56:21] Ja, dann müsstest du mir das einmal schicken und ich mache dir davon einen Stempel, den wir dann reindrücken können und an dem ihn dann entlang schneiden können. Verstehst du? Ja.

Micha:
[1:56:31] Aber du bist ähm also bei den Fotos und den Fingerabdrücken und so, da hast du gesagt, du kannst nachschwärzen. Mhm. Ne, das heißt, es gibt zwei Farben auf dem Kettenanhänger. Der Kontrast nehme ich mal an, ist aber nicht allzu stark, oder?

Heike Tölle:
[1:56:45] Ähm bei dem.

Micha:
[1:56:46] Das eine ist hell, das andere ist dunkelsilber.

Heike Tölle:
[1:56:48] Ja schon. Also je tiefer etwas reingeht, umso schwärzer bleibt es. Wenn wir jetzt dieses äh dieses Innere G,
richtig schaffen, das richtig tief reinzudrücken und es dann schmerzen, bleibt es schon arg schwarz.

Micha:
[1:57:07] Das wäre ja auch eine Möglichkeit.

Heike Tölle:
[1:57:10] Genau, also es ist gilt wirklich je tiefer ein Abdruck reingeht, wenn du’s dann schwerst, umso schwerer bleib.

Micha:
[1:57:18] Aber es wäre auch möglich, das G komplett auszuschneiden. Da würde ich ja dann Material.

Heike Tölle:
[1:57:21] Ja, da hilft dir auch kein Stempel, da musst du dann wirklich mit dem Skalpell ran und das auch sogar mit so einer Nadel mit einem sogenannten Nideltool und das ausschneiden.

Micha:
[1:57:33] Das können wir ausschließen.

Heike Tölle:
[1:57:34] Lieber Schmerzen, aber.

Micha:
[1:57:38] Aber äh dein fachfrauisches Auge äh schätzt, dass ich da fünfzig Gramm Knetmasse.

Heike Tölle:
[1:57:46] Es kommt jetzt drauf an. Also zu.

Micha:
[1:57:48] Sind wir bei hundertzwanzig Euro.

Heike Tölle:
[1:57:49] Protzekette, da muss ja ordentlich was dran. Schon. Nein. Es kommt ja drauf an, wie groß du den machen willst,
kann ich jetzt so pauschal nicht sagen.

Micha:
[1:58:01] Ich wieg halt keine sechzig Kilo, ne? Also ist äh es muss jetzt auch nicht wie Flavor Flave seine Uhr aussehen, falls ihr das was sagt, aber.

Heike Tölle:
[1:58:09] Aber muss schon ein bisschen protzig muss schon daher kommen.

Micha:
[1:58:12] Während meinem Fall Jan Werbeartikel sozusagen.

Heike Tölle:
[1:58:16] Ja, nicht kleckern, klotzen.

Micha:
[1:58:20] Ich mein ich meine wenn ich jetzt da fünfzig, sechzig Euro Material spare, indem ich ein etwas kleineres G nehme, dann wird es sich natürlich lohnen, da eine kleinere Kette für.

Heike Tölle:
[1:58:31] Ja, das stimmt. Das stimmt. Aber ich sage mal so,
Wenn du das machst, so zwei Euro groß,
So groß wie ein zwei Euro Stück. Dann kommst du sogar äh mit dem kleineren Päckchen aus. Das sind sieben Gramm und die kosten bei mir achtzehn Euro.

Micha:
[1:58:54] Können wir ruhig können wir fünf Mark Stück.

Heike Tölle:
[1:58:58] Fünf Markträder muss schon, die muss schon die Zehen nehmen. Ja.

Micha:
[1:59:01] Ja. Das geht ja noch. Könnte man, also dann kommt oben, würde einfach irgendwie so ein, äh, so ein kleiner Ring drankommen, ne, um dann da wieder einen zweiten Ring.

Heike Tölle:
[1:59:12] Kann man verschieden machen. Also man kann machen,
Dass dieses G wirkt wie frei schwebend, dann wird dahinter so eine Öse gebaut und dann wirkt es immer, als wenn es über der Kette ein bisschen frei schweb.

Micha:
[1:59:27] Ach so, ja.

Heike Tölle:
[1:59:28] Oder man muss ganz brutal dann im getrockneten Zustand, wenn es ja richtig schön zerbrechlich ist, den Bohrer ansetzen,
und da ein Loch einbohren und dann kommt er, habe selber gar keine Kette um. Aber dann kommt da so eine Öse durch.

Micha:
[1:59:43] Okay. Wie groß wäre der Durchmesser von dem Bohrloch?

Heike Tölle:
[1:59:48] Der ist klein, der ist also ähm das Loch schrupft beim Brennen auch, deshalb ist das, wirkt es erstmal größer, aber das schrumpft auch. Und da passt nachher tatsächlich wirklich so eine schmale Öse nur durch,
drei, vier Millimeter.

Micha:
[2:00:03] Okay. Aber das müsste man hier in den weißen Rand. Ja. Reinbekommen. Ja. Wenn das ungefähr ein Fünf-Mark-Stück ist von der Größe her. Ja, gut.

Heike Tölle:
[2:00:13] Da würde ich natürlich sagen, oder du machst natürlich äh man kann auch eine eine ganz andere Öse noch ähm eine dickere Selber modellieren, kannst du auch. Die wird dann tatsächlich um einen Strohhalm getrocknet,
Weil das Material so weich ist, muss man manche Formen stützen beim Trocknen,
machst du um so einen dicken Strohhalm und dann kannst du da auch die dicke Kette durchziehen, verstehst du? Die anderen Ösen sind für die dicke Kette doch ein bisschen klein.

Micha:
[2:00:44] Ja gut, diese Kette,
Die ist ja jetzt wahrscheinlich auch nicht für Anhänger gemacht.

Heike Tölle:
[2:00:49] Nee, die ist so äh für Brusthaar gemacht. Ja.

Micha:
[2:00:52] Eher Gegenbrusthaar gemacht.

Heike Tölle:
[2:00:56] Aber die trägt, der braucht auch noch ordentlich hier.

Micha:
[2:01:02] Nackenmuskulatur,
Gut, aber das ist billiger, billiger Modeschmuck äh und da dann einen silbernen Anhänger dranzuhängen.

Heike Tölle:
[2:01:12] Perlen vor die Säule.

Micha:
[2:01:13] Ja.
ihr wollt es nochmal theoretisch abgeklärt haben. Und ja gut aber wenn Leute bei dir Kettenanhänger sich anfertigen aus Silber dann kannst du die auch dann gleichzeitig mit Ketten versorgen oder?
Das müssen dann separat.

Heike Tölle:
[2:01:33] Genau. Genau.

Micha:
[2:01:34] Machen. Okay.

Heike Tölle:
[2:01:36] Weil ich nicht ähm es gibt so viele verschiedene und alle haben irgendwie es wird man man denkt, silberne Kette ist silberne Kette mitnichten,
es gibt verschiedene Längen, es gibt verschiedene Stilmuster der Kette wenn ich mir das alles hinlegen soll und es läuft mir ja irgendwann auch an.

Micha:
[2:01:57] Mhm. Ja, stimmt.

Heike Tölle:
[2:02:00] Ähm und nee. Ich muss die auch einkaufen und dann das kann auch hier. Die gibt’s ja inzwischen gibt’s ja so silberne Ketten, kriegst ja,
für einen Zehner. Kosten ja nicht viel.

Micha:
[2:02:14] Echt. Gut. Ich meine, du müsstest die ja nicht vorrätig haben oder wenn.

Heike Tölle:
[2:02:19] Na, ich wenn mich einer fragt, nee, wenn mich einer fragt, äh gebe einen Link weiter oder so oder einen Tipp, wo es die gib.

Micha:
[2:02:28] Äh
kann man hier jedenfalls könnte man zum Beispiel einen NFC-Chip verbauen in so einem Anhänger. Also äh ist nur ein kleiner, also NFC ist Newfield Communication, wenn du.

Heike Tölle:
[2:02:43] Achthundert Grad vertragen. Das ist immer, siehste, das ist immer die Grundfrage. Damit.

Micha:
[2:02:46] Siehst du, das ist immer die Grundfrage. Ich dachte eher nachträglich.

Heike Tölle:
[2:02:50] Damit beantwortet sich das schon alles so, ne.

Micha:
[2:02:55] Glaub der hätte mit achtzig schon Probleme.

Heike Tölle:
[2:02:57] Wie nachträglich, also du kannst ihn dann ja nur.

Micha:
[2:02:59] Nur auf die Rückseite kleben oder so gegen den vielleicht. Die Rückseite wäre ja.

Heike Tölle:
[2:03:03] Oder wie so ein ähm Halbedelstein, der auch nicht die Temperatur verträgt, aber der ist so flach, da kann zwar keine Fassung bauen, ne. Ja. Die entfassen wie so ein Edelstein.

Micha:
[2:03:17] Ja, ich dachte vielleicht ähm die die gibt’s glaube ich selbstklebend. Also das ist, wenn du eine Kreditkarte hast, die
Also Kreditkarten haben ja oft noch Magnetstreifen, dann haben sie diese so Messingfarbenen Chips vorne drin und mittlerweile gibt’s dann auch NFC, da sind noch andere Chips, die sind glaube ich von außen her gar nicht,
sichtbar, ähm aber wenn du eine, wenn du deine Kreditkarte nutzen kannst, äh indem du sie einfach nur auflegst, dann hat die ein NFC-Chip,
mein Telefon hat auch äh ein NFC-Chip verbaut, also ich nutze im Supermarkt, nutze ich Apple Pay
sind meine Kreditkarten hinterlegt und dann kann ich, wenn ich hier bei Honse was einkaufe, gehe ich an der Kasse und anstatt die Kreditkarte selber aufzulegen, lege ich mein Telefon auf und muss halt eben einmal,
das Aufrufen und Autorisieren und dann dann kann ich so zahlen. Das ist diese Technologie. Und ich hatte nur die spinnerte Idee,
vielleicht in diesem Kettenanhänger, so ein NFC-Chip.

Heike Tölle:
[2:04:14] Dann brauchst du an der Kasse nur noch so machen.

Micha:
[2:04:16] Nee, gar nicht zum Bezahlen. Ich dachte, da mache ich da irgendwie so ein Gimmick draus. Äh also diesen diesen Chip, da passt jetzt nicht viel drauf, aber den kann man ja beliebig programmieren. Also ähm,
Das heißt, ich ich könnte ein Schmuckstück letztendlich um den Hals tragen mit einem NFC-Chip und Leute,
könnten dann mit ihrem Telefon praktisch meinen Kettenanhänger auslesen. Weißt du, das also.

Heike Tölle:
[2:04:44] Das ist im Moment ja sowieso schlecht, weil so nah darf dir doch gar keiner kommen.

Micha:
[2:04:48] Ja gut, das die Idee ist.

Heike Tölle:
[2:04:49] Vielleicht fällt mir bis zum Ende der Pandemie noch eine Lösung ein.

Micha:
[2:04:56] Ja gut. Die Idee ist jetzt auch schon älter als Corona.

Heike Tölle:
[2:05:00] Ja, aber vielleicht fällt mir ja bis zum Ende von Corona noch eine Lösung dazu.

Micha:
[2:05:05] Sowieso ‘ne Quatsch-Idee, ich dass sie nur so ‘ne könnt ihr so ‘ne Art Gewinnspiel rausmachen, wenn mich einer sieht und mich erwischt und das irgendwie den NFC-Chip ausgelesen bekommt,
weiß nicht, gewinnt ihr ein Eis oder so? Was weiß ich.

Heike Tölle:
[2:05:20] Man kann ja auch, man muss ja kein Kettenanhänger sein, man kann ja auch einen Schlüsselanhänger mach.

Micha:
[2:05:27] Ach ja. Ja gut, aber der ist nicht sichtbar, ne? Der steckt dann irgendwo in meiner Tasche. Wobei die Kette wäre, na gut. Ich schaue mal. Ich überlege mir was.

Heike Tölle:
[2:05:38] Ich stelle mir aber gerade vor, wie du in den Osten mit dieser Mörderkette rumläufst.

Micha:
[2:05:45] Na ja.

Heike Tölle:
[2:05:46] Finde ich lustig. Ja.

Micha:
[2:05:49] Wäre schön, wenn mal irgendwann einen Hörer zu begegnen, also vielleicht in ein paar Jahren. Da dann,
gewinnt der irgendwas. Na ja gut äh schauen wir mal. Ich bin jetzt Handwerk oder ja, Handwerklich vielleicht noch nicht so begabt. Also selber anfertigen könnte ich das nicht,
Ja, weiß ich nicht.

Heike Tölle:
[2:06:13] Doch, da machen wir eine Schablone, da brauchst du halt nur einmal dran langschneiden. Ja, gut. Na. Gut.

Micha:
[2:06:21] Gucken wir mal. Also falls sich das Ding irgendwann mal anfertige, reiche ich das nach ähm bis dahin äh willst du noch irgendwas unterbringen oder sollen wir so langsam mal zum Ende.

Soundboard

Heike Tölle:
[2:06:34] Nö, wir können zum Ende kommen.

Micha:
[2:06:36] Gut.

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